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Der "Dr.Murray" Talk Thread - Nur News und Infos zum Doktor

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  • Carehim
    antwortet
    Das stimmt schon: sobald ein Patient verstirbt, müssen die noch vorhandenen Medikamente fachgerecht entsorgt werden.
    Da ich selbst (vor meinen Kindern) im Krankenhaus gearbeitet habe, kann ich hier weitergeben, daß sogar oft Kontrollen auf den Stationen durchgeführt wurden: Vergleich der Medimenge in den nummerierten Packungen mit der Liste, in denen die entnommenen Opiate eingetragen werden müssen. Wehe, da fehlt eins!!! So einfach ist an solche Sachen nicht ranzukommen!

    Bei Michael denke ich: ständig hat er solche Dinge nicht zu sich genommen, eher bei Bedarf, wußte er doch nach seinem ersten Entzug um deren Wirkung. Wie machen wir das denn? Wir nehmen doch auch (Beispiel) nicht zur Vorbeugung von Kopfschmerzen Tabletten dagegen ein, sondern erst, wenn die Kopfschmerzen da sind!

    Und: was Medikamente angeht, wäge ich seit Michael sehr bewußt ab, was und wann ich etwas nehme, seitdem habe ich ,,einen Schlag abbekommen" und ich könnte aufgrund der Geschehnisse auch nie mehr in einem Krankenhaus arbeiten, könnte so eine Art Trauma sein...

    Jetzt ist es zu sehr vom Thema abgeschweift, sorry dafür, aber meine Gefühle fahren immer noch Achterbahn,
    habe ja auch nicht umsonst diesen Thread eröffnet... , daß es Euch gibt!!!

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  • rip.michael
    antwortet
    Zitat von aurelia Beitrag anzeigen
    Zitat Rain;255265
    Ich sah vor einiger Zeit einen Bericht, in dem Medikamentenverschwendung angeprangert wurde und es wurde gesagt, dass jede Verabreichung von Morphinen exakt protokolliert werden muss, und wenn ein Patient verstirbt, dürfen die restlichen Tabletten nicht an andere Patienten, denen das gleiche Präparat verschrieben wurde, gegeben werden, sondern die Medikamente des Verstorbenen müssten bei der Apotheke entsorgt werden, auch dann, wenn noch jede Menge da ist.

    Stimmt, mein Mann bekam Morphiumpflaster verschrieben nach seinem Tod musste ich diese dem Arzt wieder zurückbringen es waren noch 2 vorhanden. Das wird bei uns protokolliert.
    Hab mich weiter vorne im thread genau zu diesem umstand "Medikamentenverschwendung" (den ich in diesem zusammenhang mal Medikamentenmissbrauch durch ärzte nennen möchte) geäußert:

    #207
    Ich hab mal vor x wochen bei meinem hausarzt n bischen wegen propofol und morphinen nachgebohrt. Viel hat er nicht rausgelassen: ausser dass auch bei uns propofol ein probates narkotikum ist und es grundsätzlich unter klinischen bedingungen verabreicht und dementsprechend überwacht wird. Und dass man keine befürchtungen haben muss, wenn alles geregelt abläuft und überwacht wird, rest-narkose-risiko bleibt ja immer.

    Zu den morphinen erklärte er mir, dass es für jeden internisten z.b. sehr einfach sei an morphine (vielleicht auch an andere 'stoffe' - mein hintergedanke) heranzukommen, ganz legal für den arzt. Die bestellte menge wird offensichtlich nicht auf ihren tatsächlichen verbrauch überprüft, was dazu führt, dass ärzte - selbst in morph-abhänigigkeit - und davon gibt es anscheinend nicht wenige - ihre eigene sucht bedienen. Wenn dann noch einer dabei ist mit entsprechender krimineller energie und fehlendem gewissen, kann man sich lebhaft vorstellen, was mit den überschüssigen mittelchen passiert ... es sei nicht selten, dass ärzte (jetzt mal nur auf die internistengattung bezogen) regelrecht mit dem zeug dealen ...
    ??????????????????????????????? war is nu mit dieser protokollierung.
    Ich werd mich heute mal in unserer apotheke schlau machen.

    Lg rip.michael

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  • Bridge
    antwortet
    Ich glaube, es gab ordentlich Geld für die Veröffentlichung. Da kann ich nur sagen, armer Michael, was hast du für eine Familie. Die müssen doch ihre Zustimmung dafür gegeben haben, oder jemand anderes?

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  • mijoe02
    antwortet
    Zitat von Bridge Beitrag anzeigen
    Das stimmt schon, was du sagst, Billy.

    Aber mich regt dann noch wahnsinnig auf, was es die Öffentlichkeit zu interessieren hat, wo er seine Tätowierungen hat und wo er seine Schönheitsoperationsnarben hat. Das ist doch alles entwürdigend. Das sollte man doch nicht veröffentlichen.
    ja, liebe bridge....

    genau DAS macht mich ohnmächtig, lässt mich mein letztes bißchen vertrauen in diese menschheit gänzlich verlieren....

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  • Bridge
    antwortet
    Das stimmt schon, was du sagst, Billy.

    Aber mich regt dann noch wahnsinnig auf, was es die Öffentlichkeit zu interessieren hat, wo er seine Tätowierungen hat und wo er seine Schönheitsoperationsnarben hat. Das ist doch alles entwürdigend. Das sollte man doch nicht veröffentlichen.

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  • Billy
    antwortet
    Hallo Bridge,

    sofern das überhaupt stimmt.
    Das es leider Bestandteil eines Obduktionsergebnisses sein kann, ist jedoch zumindest möglich.
    Medikamente haben Auswirkungen und führen zu Veränderungen im Körper. Sie hinterlassen Spuren, beeinträchtigen unter Umständen auch Körperfunktionen, lagen sich ab und ein.
    Ich denke, Du versteht, was ich damit sagen will. Im anderen Thread steht es ausführlicher.

    Aber ganz davon abgesehen, bin ich skeptisch. Einen offiziellen Bericht hat das LAPD nie veröffentlicht!

    Nachtrag:

    Letztendlich klingt es nur grausam. Aber das ist nicht das Grausame daran. Das Grausame ist der Tod davor. Alles andere dient nur der Aufklärung.
    Ganz kalt und nüchtern. Ich weiß.
    Zuletzt geändert von Billy; 27.11.2009, 01:21.

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  • Bridge
    antwortet
    Du sagst es, Myjoe02.
    Ich finde es auch grausam. Vor allem, warum haben sie ihm die Hände aufgeschnitten, um beginnende Arthritis festzustellen? Und einen Tag, nachdem der Autopsiebericht veröffentlicht wurde, haben sie berichtet, dass seine Samenproduktion auch funktionierte. Ich dachte, mich trifft der Schlag! Was hat das mit der Todesursache zu tun?

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  • mijoe02
    antwortet
    .... jeder, und zwar jeder einzelne mensch, ist von seiner körperlichen konstitution völlig anders, individuell, geartet... was du heute bei dem einen locker feststellen kannst, ist bei dem anderen schon wieder völlig verschieden... man kann auch da nichts pauschalisieren.... was soll das denn alles? wo liegt der sinn darin?

    es ist doch keiner wie ein anderer? keine schneeflocke gleicht einer anderen und so ist es auch mit den menschen.... WAS FÄLLT EUCH EIGENTLICH EIN?

    ich glaube, es wurde, vor michael, niemals ein mensch derart "obduziert", "analysiert" und letztendlich "virtuell seziert"... ich finde das grausam... und vor allem "unwürdig"...

    das obliegt, meines erachtens nach, den leuten, die sich damit auskennen (sollten)...
    Zuletzt geändert von mijoe02; 27.11.2009, 00:21. Grund: buchstabe eingefügt

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  • Rain
    Ein Gast antwortete
    Zitat von mijoe02 Beitrag anzeigen
    generell und überhaupt müssen wir hier eins bedenken... WIR befinden uns hier in deutschland.... und reden hier ständig über einen völlig anderen kulturkreis... wir reden über die "vereinigten staaten von amerika"... ein riesiger kontinent... von staat zu staat andere gesetze, völlig andere "dialekte", völlig andere "kulturen".... ein völlig anderes "sein"...
    Du hast Recht, das sollte man immer im Hinterkopf behalten.

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  • Rain
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Billy Beitrag anzeigen
    Michael von allen Seiten zu betrachten und das auch durchaus kritisch, ich denke das sollte drin sein.

    Ich persönlich habe nur das Problem, das ich das Ausmaß Michaels möglicher Medikamentenabhängigkeit und deren Dauer nicht kenne und auch nicht eingrenzen kann, da die Aussagen, die man dazu finden kann, zu widersprüchlich sind, zu viel Freiraum lassen, das wir ihm vielleicht auch Unrecht tun.
    Die reine menschliche Logik sagt erst mal schnell, das er sicherlich so einiges genommen hat. Dann bremse ich mich aber auch mal wieder aus, ob ich damit nicht zu vorschnell bin.
    Ja. Zumal die Medien natürlich sensationsgierig darauf anspringen und manchmal den Eindruck erwecken wollen, er sei ständig bis obenhin bedröhnt gewesen (und DAS glaube ich nun gar nicht). Ich sehe solche Meldungen generell sehr skeptisch.
    Mein Eindruck ist, dass er manchmal Medikamente nahm, aber nicht jahrelang durchgehend (zumal man dies an den Organen hätte feststellen müssen und das war laut Autopsiebericht nicht der Fall - WENN er denn echt ist, denn offiziell bestätigt wurde er ja, so weit ich weiss, noch nicht ). Aber wissen können wir es natürlich nicht.

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  • mijoe02
    antwortet
    generell und überhaupt müssen wir hier eins bedenken... WIR befinden uns hier in deutschland.... und reden hier ständig über einen völlig anderen kulturkreis... wir reden über die "vereinigten staaten von amerika"... ein riesiger kontinent... von staat zu staat andere gesetze, völlig andere "dialekte", völlig andere "kulturen".... ein völlig anderes "sein"...

    und das sage ich jetzt hier (wiederholt") nicht aus spass... meine halbe familie lebt in den usa... auf verschiedene bundesstaaten verstreut... das ist kein witz, das ist bittere realität: VIELE dinge können wir DEUTSCHE uns nicht mal annähernd vorstellen...

    auch viele "aussagen, ansagen, interviews" etc., die wir hier beispielsweise über "youtube" empfangen, für uns ins deutsche übersetzen, sagen noch lange nicht DAS aus, was sie tatsächlich aussagen....

    das sind "grenzgänge" - jedes mal auf's neue ... auch wenn wir es noch so gerne immer wieder 1:1 verstehen wollen.... es wird uns nie ganz gelingen...

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  • aurelia
    antwortet
    Zitat Rain;255265
    Ich sah vor einiger Zeit einen Bericht, in dem Medikamentenverschwendung angeprangert wurde und es wurde gesagt, dass jede Verabreichung von Morphinen exakt protokolliert werden muss, und wenn ein Patient verstirbt, dürfen die restlichen Tabletten nicht an andere Patienten, denen das gleiche Präparat verschrieben wurde, gegeben werden, sondern die Medikamente des Verstorbenen müssten bei der Apotheke entsorgt werden, auch dann, wenn noch jede Menge da ist.

    Stimmt, mein Mann bekam Morphiumpflaster verschrieben nach seinem Tod musste ich diese dem Arzt wieder zurückbringen es waren noch 2 vorhanden. Das wird bei uns protokolliert.

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  • Billy
    antwortet
    Michael von allen Seiten zu betrachten und das auch durchaus kritisch, ich denke das sollte drin sein.

    Ich persönlich habe nur das Problem, das ich das Ausmaß Michaels möglicher Medikamentenabhängigkeit und deren Dauer nicht kenne und auch nicht eingrenzen kann, da die Aussagen, die man dazu finden kann, zu widersprüchlich sind, zu viel Freiraum lassen, das wir ihm vielleicht auch Unrecht tun.
    Die reine menschliche Logik sagt erst mal schnell, das er sicherlich so einiges genommen hat. Dann bremse ich mich aber auch mal wieder aus, ob ich damit nicht zu vorschnell bin.

    Was mir am Ende dabei bleibt, egal was war, egal was Michael für Probleme hatte oder nicht hatte, zumindest an diesem Tag hatte er welche. Aber Michael möchte ich für seinen Tod nicht verantwortlich machen.

    Ich habe das hier auch so nicht gelesen aber der Umkehrschluss wäre letztendlich - wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Das ist eine alte Lebensweisheit.

    Wer im Dunkeln raus geht....und überfallen wird...., in wie weit will man die Verantwortung weiter schieben. Das kann jeder für sich tun.

    Wenn Menschen sterben ist sie meiner Meinung nach fehl am Platze, da die Verantwortung für Michaels Gesundheit trotzdem in den Händen des Arztes lag.

    Eigenverantwortung im Leben ist sicherlich ein anderes Thema.

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  • Rain
    Ein Gast antwortete
    Zitat von rip.michael Beitrag anzeigen
    Zu den morphinen erklärte er mir, dass es für jeden internisten z.b. sehr einfach sei an morphine (vielleicht auch an andere 'stoffe' - mein hintergedanke) heranzukommen, ganz legal für den arzt. Die bestellte menge wird offensichtlich nicht auf ihren tatsächlichen verbrauch überprüft, was dazu führt, dass ärzte - selbst in morph-abhänigigkeit - und davon gibt es anscheinend nicht wenige - ihre eigene sucht bedienen. Wenn dann noch einer dabei ist mit entsprechender krimineller energie und fehlendem gewissen, kann man sich lebhaft vorstellen, was mit den überschüssigen mittelchen passiert ... es sei nicht selten, dass ärzte (jetzt mal nur auf die internistengattung bezogen) regelrecht mit dem zeug dealen ...

    Lg rip.michael
    Zumindest in Krankenhäusern, Heimen und Hospizen ist es anders (wie es in Arztpraxen gehandhabt wird, weiß ich nicht): Ich sah vor einiger Zeit einen Bericht, in dem Medikamentenverschwendung angeprangert wurde und es wurde gesagt, dass jede Verabreichung von Morphinen exakt protokolliert werden muss, und wenn ein Patient verstirbt, dürfen die restlichen Tabletten nicht an andere Patienten, denen das gleiche Präparat verschrieben wurde, gegeben werden, sondern die Medikamente des Verstorbenen müssten bei der Apotheke entsorgt werden, auch dann, wenn noch jede Menge da ist.
    Ein Verwandter, der in der Pflege arbeitet, hat das bestätigt.

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  • mijoe02
    antwortet
    Zitat von Senfi0606 Beitrag anzeigen
    Genauso wenig wie Popper war irgendjemand anderes dabei.
    Es kann also durchaus stimmen.
    Niemand weiß wie die Umstände in den letzten Monate
    im Hause Jackson waren



    Kein echter Medikamentenabhängiger kann seinen Konsum kontrollieren, sie bilden es sich nur ein

    Stimmt, deswegen hat er sich ja 93 in den Entzug begeben der ja wohl erfolgreich war.


    Ein "kontrollierter" Abhängiger braucht doch kein Pseudonym.
    ich muss senfi0606 und auch popper recht geben... was die, leider unumstrittene, medikamentenabhängigkeit michaels betrifft, hat er sich möglicherweise einfach nur "selbst überschätzt"...

    auch das argument "er liebte seine kinder und hätte ihnen das niemals angetan" greift hier - für mich zumindest - nicht. ich kenne genügend familienväter, die ihre kinder ebenfalls abgöttisch lieben und "völlig bewusst", z.b. ein extrem gefährliches hobby ausüben - bei dem sie jeden tag, trotz aller liebe zu ihren angehörigen, damit rechnen müssen, umzukommen (und mitunter dann auch tatsächlich "umkommen"...)

    ich kreide michael das überhaupt nicht an und kann's sogar verstehen und nachvollziehen. wie oft begeben wir uns selbst in situationen, die uns einfach nicht gut tun, nicht gut tun können! und wir tun es trotzdem, weil wir meinen, dass wir das schon geregelt kriegen.... manchmal geht der schuss halt leider nach hinten los...

    ein alkoholiker, der jeden tag ne flasche wodka kippt, meint auch, dass er das im griff hat... weil es ganz einfach zu ihm "gehört"... meint ihr, dass der jeden tag ernsthaft über "leberzirrhose" nachdenkt und dass er womöglich bald das zeitliche segnen könnte?

    michael war - in meinen augen - eine sehr starke und mitunter auch "sture, stoische" persönlichkeit, die genau wusste, was sie wollte... und letztendlich auch bekommen hat, was sie wollte.... egal, auf welchem wege... gerade auf der PK empfand ich michael extrem stark und klar... auch bei den proben zu "this is it"... ich - für mein empfinden - sah dort einen "klaren" mann vor mir... (wie gesagt, ich kann nur die szenen beurteilen, die uns, der öffentlichkeit anhand dieser doku zugänglich gemacht wurden)

    gefühlsmäßig weigere ich mich, einfach nur zu sagen: es waren ausschließlich die anderen schuld

    ich persönlich glaube (deshalb beteilige ich mich auch an keinerlei spekulationen), dass eine "verkettung, ein zusammenspiel vieler unglücklicher umstände, zu-fälle, situationen und vielleicht nur "minimaler" ereignisse" an diesem besagten 25.06.2009 zu dem geführt haben, was uns, der ganzen welt, für einen augenblick und darüber hinaus den atem stocken ließ... aber - und da denke ich stets an "billy's" beiträge - wir sollten versuchen, die sache so objektiv wie möglich zu betrachten...

    unsere trauer, unsere emotion ist etwas völlig anderes, das ist etwas völlig subjektives, was jeden einzelnen anders betrifft...

    ich bin - obgleich meiner sachlichen äußerung gerade hier - im moment wieder sehr sehr traurig...

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