Im Kreuzverhör von Murray Verteidiger Ed Chernoff, versuchte dieser die Theorien von Propofol Experte Dr. Steven Shafer zu untergraben. Chernoff fragte Shafer, ob er den Unterschied einer Meinung und einer Tatsache kenne. Die Behauptung, dass sich Michael weder mit Lorazepam noch mit Propofol hätte selbst umbringen können, bezeichnete Chernoff als ein “gewagtes Statement, ist es das nicht?”. Shafer antwortete: “Ich denke das ist, was passiert ist.”
Chernoff bezweifelte Shafers Simulierung, die ergab, dass Michael Jackson 10 Dosen Lorazepam intravenös verabreicht bekam. Gemäss Shafers Berechnung wurde die erste Dosierung etwa um Mitternacht des 24. Juni verabreicht. Chernoff machte darauf aufmerksam, dass Michael Jackson erst etwa um 1 a.m. von den Proben nach Hause kam. Chernoff kritisierte auch Dr. Shafers Demonstration, wie Murray seinem Patient das Propofol verabreicht haben könnte. Shafer habe dabei nicht die gleichen Gegenstände, die in Michael Jacksons Schlafzimmer gefunden wurden, verwendet. Und dass der gezeigte Infusionsschlauch nicht gefunden wurde. Shafer konterte, dass er die Grösse der Gegenstände nicht relevant fände, und dass Murray den Infusionsschlauch problemlos in seine Jackentasche hätte stecken können, bevor er das Schlafzimmer verliess. Chernoff fragte Shafer auch über seine Beziehung mit Dr. Paul White (der Propofol Experte der Verteidigung). Ob es wahr sei, dass er Dr. Paul White für einen Excellence In Research Award nominiert habe. Shafer bejahte.
In einer Pause fragte Richter Michael Pastor den Propofol Experten der Verteidigung, Dr. Paul White, der auch im Gericht anwesend war, ob es wahr sei, dass er gegenüber einem Reporter von E! News während einer Gerichtspause am Donnerstag über Staatsanwalt David Walgren sagte: “Was für ein Mistkerl.” White bestritt dies, anerkannte aber andere Statements, die in dem online-Artikel vorkamen. “Ich war sein Lehrer als er ein Medizin-Student war. Die Wahrheit wird herauskommen. Wie immer”, sagte White dem Reporter. Richter Michael Pastor wies in der Folge erneut darauf hin, dass mit niemandem über den Fall gesprochen und keine Infos ins Internet gestellt werden dürfen. Da Dr. White dagegen verstossen hatte, muss er am 16. November vor Gericht erscheinen hinsichtlich einer möglichen Sanktion.
Am Donnerstag kritisierte Dr. Steven Shafer vor Gericht einen Report von Dr. Paul White für die Verteidigung, in dem er schrieb, dass es möglich sei, dass Michael Jackson Propofol getrunken habe. Shafer sagte im Gerichtsaal, dass er über den Bericht seines langjährigen Freundes und Fachkollege enttäuscht sei, da bereits Medizinstudenten im ersten Jahr erste Prinzipien lernen, die folgern lassen, dass Propofol zu trinken keine Wirkung haben kann. Shafer erwähnte dazu Studien. Auch die Verteidigung prüfte die Theorie vom Propofol trinken und kam zum gleichen Resultat, worauf sie die Behauptung, Jackson habe Propofol getrunken, fallen liessen.
Quelle: jackson.ch, usatoday.com, cnn.com, tmz.com
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