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  • Hippolytos
    antwortet
    Zitat von TheLittleGhost Beitrag anzeigen
    Hm, da AEG jetzt nach Michaels Tod ohnehin noch nicht an den Katalog gekommen ist, da dieser als Erbgut den Kinder gehört und hoffentlich auch weiterhin in deren Besitz bleiben wird und die Nachlassverwalter diesen nicht an AEG verkaufen. Daher ist die Logik von Hippo doch realistischer, dass man Michael während der Konzerte ins offene Messer hätte laufen lassen, damit er selbst den Verkauf tätigen hätte müssen, weil er den Vertrag nicht hätte einhalten können. So gesehen, hat AEG aus dem vorzeitigen Tod wirklich keinen Nutzen ziehen können..... man hat wohl eher auf einen Vertragsabbruch und somit auf einen Verkauf spekuliert.

    Edit:
    Um so höher die Anforderungen (statt 10 dann 50 Konzerte), um so eher die Chance, dass Michael seinen Vertrag nicht einhalten konnte! Und insofern betrifft die Schuldfrage natürlich auch die AEG!
    Auch diese Überlegung greift nicht, Ghost!:

    Soweit ich weiß, geht z.B. Leonard Rowe, der den Vertrag schon zu lebzeiten Michaels wohl lesen konnte, seit seinem Tod damit hausieren, dass Michael nur für 31 Konzerte unterschrieben hatte.

    Wenn also AEG damit spekuliert hätte, auf diesem Wege an die Kataloghälfte von Michael zu kommen, dann hätten sie doch ganz geschwind Sorge dafür getragen, dass Michael den Ergänzungsvertrag über nunmehr 50 Konzerte unterzeichnet und damit gebunden ist!
    Das aber ist ja nicht geschehen!
    Schon seit Mitte März waren die 50 Konzerte bekannt, und Michael ist am 25. Juni gestorben---das sind ganze 3 Monate, in denen 50 Konzerte bekannt waren, während in Wahrheit nur eine Verpflkichtung über 31 Konzerte bestand, weil er ja die Aufstockung nicht unterschrieben hatte.

    Schön dumm wäre es von AEG gewesen, 3 Monate zuzuwarten, ohne Michael mit seiner unterschrift festzunageln, wenn diese Aufstockung nicht zuletzt der Chancenerhöhung diente, in den Katalogbesitz zu kommen!

    Wie immer ich es drehe und wende: das erhalten von AEG deckt sich nicht mit der Vermutung, im Hintergrund sei bei AEG der Gedanke gewesen, Michael die Kataloghälfte abzuluchsen.

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  • Ghosti
    antwortet
    Hm, da AEG jetzt nach Michaels Tod ohnehin noch nicht an den Katalog gekommen ist, da dieser als Erbgut den Kinder gehört und hoffentlich auch weiterhin in deren Besitz bleiben wird und die Nachlassverwalter diesen nicht an AEG verkaufen. Daher klint die Logik doch realistischer, dass man Michael während der Konzerte ins offene Messer hätte laufen lassen, damit er selbst den Verkauf tätigen hätte müssen, weil er den Vertrag nicht hätte einhalten können. So gesehen, hat AEG aus dem vorzeitigen Tod wirklich keinen Nutzen ziehen können..... man hat wohl eher auf einen Vertragsabbruch und somit auf einen Verkauf spekuliert.

    Edit:
    Um so höher die Anforderungen (statt 10 dann 50 Konzerte), um so eher die Chance, dass Michael seinen Vertrag nicht einhalten konnte! Und insofern betrifft die Schuldfrage natürlich auch die AEG!
    Zuletzt geändert von Ghosti; 07.02.2011, 13:27.

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  • Christine3110
    antwortet
    Ich sehe wirklich auch kein Motiv für AEG.

    Sie haben zig Millionen in Michael u. dieses Projekt investiert, dass sie sich in dem Vertrag absichern, ist doch ne ganz korrekte Sache.
    Der Vertrag wurde nicht mit Michael als Einzelperson abgeschlossen, sondern mit der Firma The Michael Jackson Company LLC, welche halt auch die Rechte an SONY/ATV hält.

    Michael hat diesen Vertrag unterschrieben.

    Er hat sich für 31 Shows , mit der Option auf mehr, verpflichtet.

    Außerdem:
    In dem Vertrag wird klar festgestellt, dass "Artistco" (gemeint "the MJ Company LLC) Gesellschaft) die bevollmächtigt ist den Künstler zu vertreten, versichert, dass der Künstler unter keinen bekannten gesundheitlichen Problemen, Verletzungen oder Beschwerden leidet, die eine "first class performance" während der Dauer der Shows beeinträchtigen könnten.

    Hätte Michael, wie von vielen hier angenommen u. durch die Familie propagiert, sich in einem Abhängigkeitsverhältnis zu Medikamenten befunden...
    hätte er diesen Vertrag in betrügerischer Absicht unterschrieben.

    Katherine behauptert in ihrer Klage, dass sich Michael SEIT MONATEN in einem körperlichen und psychischen Zustand befand, der eigentlich jedem hätte auffallen müssen. Also auch AEG.
    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sie das Risiko eingegangen wären, mit einem solchen Wrack ein solches Mammutprojekt einzugehen.
    Zuletzt geändert von Christine3110; 07.02.2011, 12:32.

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  • Hippolytos
    antwortet
    Zitat von geli2709 Beitrag anzeigen
    So wie du es schilderst und interpretierst, meinte ich es nicht !
    Sondern:
    Michael wäre schadenersatzpflichtig gewesen, hätte also für den finanziellen Verlust und die Unkosten seitens AEG aufkommen müssen.
    Da er jedoch finanziell nicht flüssig war, hätte er seine Musikrechte (ATV und eigene) verkaufen müssen oder sie wären verpfändet worden, um den Schaden zu begleichen.
    Doch-doch, geli: ich hatte das schon richtig verstanden:
    Nun schreibst Du praktisch in 2 Beiträgen das Gleiche:
    Michael hätte seine Musikrechte verkaufen müssen um die schadensersatzanforderungen seitens AEG gegen ihn zu erfüllen-----WENN er Konzerte hätte ausfallen lassen.

    Und wenn man den hier im Forum geäußerten Überzeungen folgt, dass AEG den Tod Michaels mutwillig herbeigeführt hat, DANN bleibt nur die Folgerung, dass Murray entweder Instruktionen hatte, wie er Michael schlaftechnisch zu versorgen hatte oder eben überhaupt keine Instruktionen gegeben hat und den Murray nach seinem Gutdünken Michael behandeln ließ.

    Wäre Michael während der Konzerte in London möglicherweise für mehrere Konzerte oder sogar für den Rest aller noch anstehenden Konzerte, wäre doch -wenn Ihr diesen Vertrag richtig wiedergebt- dieses eine überaus einträgliche Sache für AEG gewesen: Sie hätten die Schadensersatzforderung an Michael geltend machen können und wären so an den Katalog gekommen---vielleicht nicht unmittelbar, aber doch absehbar.

    Nun ist Michael schon vor den Konzerten gestorben. Wie ich las, hat Lloyd immer noch nicht die Versicherungssumme an AEG ausbezahlt.
    Das vergleichsweise bisschen Geld, welches AEG mit dem TII-Film verdiente, ist ein Tropfen, wenn man es mit den Verdienstmöglichkeiten vergleicht, wäre Michael zwar mit den Konzerten ausgefallen, aber am Leben geblieben.

    Ich frage mich, womit hier eigentlich begründet wird, dass Michaels Tod für AEG in irgendeiner Weise ein Geschäft gelegen hat.

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  • geli2709
    antwortet
    Zitat von Hippolytos Beitrag anzeigen
    Ich habe neulich an einer anderen Stelle schon einmal gelesen, dass Michaels Vertrag mit AEG vorsah, dass Michael mit seinem gesamten Vermögen AEG gehaftet hat für den Fall, dass er einzelne oder alle Konzerte ausfallen ließ.

    Jetzt lese ich das hier erneut.

    Und dass verstehe ich nicht:
    Wäre AEG wirklich so scharf auf Michaels Hälfte am Sony/ATV-Katalog gewesen wie das hier immer in den Verschwörungsthreads dargestellt wurde und ja auch immer noch wird, dann war es doch das Dümmste was sie machen konnten, den Murray bei seinen Einschlafhilfen für Michael gewähren zu lassen! Denn WENN sie davon wußten, wußten sie auch, das das ein Vabanque-Spiel ohnegleichen war und die Möglichkeit immer im Raum stand, dass Michael nicht mehr aufwachte.

    Um an den katalog zu kommen wäre es doch viel klüger gewesen, Michael so lange über Wasser zu halten, bis die Konzerte in London begonnen haben und seelenruhig dabei zuzusehen, wie Michael mehr oder weniger langsam immer kraftloser wurde und schließlich aufgeben mußte.
    DANN nämlich hätten sie nach dem, was hier immer über diese Passage im Vertrag geschrieben wird, von ihrem Recht Gebrauch machen können um Michael schadensersatzpflichtig zu machen.

    Oder kann es sein, dass AEGsich gesagt "Nee, also den Katalog wollen wir ja schon mal gar nicht haben---was sollen wir denn damit! Lassen wir deshalb lieber die Sache ein Ende finden, bevor die Konzerte anfangen..."?

    So wie du es schilderst und interpretierst, meinte ich es nicht !

    Sondern:

    Michael wäre schadenersatzpflichtig gewesen, hätte also für den finanziellen Verlust und die Unkosten seitens AEG aufkommen müssen.
    Da er jedoch finanziell nicht flüssig war, hätte er seine Musikrechte (ATV und eigene) verkaufen müssen bzw. wären diese gepfändet worden, um den Schaden zu begleichen.
    Zuletzt geändert von geli2709; 07.02.2011, 20:26.

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  • 50lilli
    antwortet
    Liebe geli,

    AEG hatte Michael vollständig in der Hand, da sie seine Miete und Unterhaltskosten übernommen hatten und damit drohten, den Finanzteppich unter ihm wegzuziehen, ihn obdachlos und mittellos zu machen, wenn er die Konzerte nicht leisten und ihren Forderungen nicht entsprechen würde.

    Weißt Du das genau, dass es so war ?

    Hatte AEG ihn soweit in der Hand, dass sie ihm 50 Konzerte quasi abpressen konnten ?

    Ich darf mir das alles gar nicht vorstellen, dann kriege ich nur das kalte Grausen !

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  • Steffi0711
    antwortet
    wird Michael Jackson mit achtzig noch immer moonwalken? Nein, sagt er, streng. Er will nicht alt werden und Konzert um Konzert geben, und von einem Mega-Stadion zum nächsten fliegen. Er will einfach nicht auf diese Weise ausbrennen. "Nicht auf die Art, wie es James Brown getan hat, oder Jackie Wilson" sagt er. "Sie machten einfach weiter, arbeiteten, zerstörten sich selbst. Meiner Ansicht nach ... ich wünschte, Brown hätte sich bremsen und entspannen und seine harte Arbeit genießen können."
    Diese Worte unterstreichen den Post von geli. Sie stammen aus einem IV mit Ebony von 2007. Sind also relativ aktuell und weshalb hätte Michael nur 1 Jahr später diese Meinung ändern sollen? Demnach hat Michael diese Tour nicht freiwillig gemacht.

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  • Hippolytos
    antwortet
    Zitat von geli2709 Beitrag anzeigen
    Wenn schon ein Stopp, dann hätte dieses vom Veranstalter kommen müssen, was nicht zu erwarten war, hatte man es doch geschafft, Michael endlich am Haken zu haben.
    So ist AEG lieber auf volles Risiko gegangen, war man sich doch bewußt, auch an und trotz Michaels möglichen Ablebens, ordentlich abkassieren zu können !

    Hätte Michael es dennoch getan, wäre es ihm schlechter gegangen als zuvor.
    Er hätte dann auch noch den Rest seines Vermögens (Katalog- und Musikrechte) verloren, die sowieso schon beliehen und verpfändet waren und die er eigentlich mit den TII-Konzerten retten und sichern wollte.

    AEG hatte Michael vollständig in der Hand, da sie seine Miete und Unterhaltskosten übernommen hatten und damit drohten, den Finanzteppich unter ihm wegzuziehen, ihn obdachlos und mittellos zu machen, wenn er die Konzerte nicht leisten und ihren Forderungen nicht entsprechen würde.
    Ich habe neulich an einer anderen Stelle schon einmal gelesen, dass Michaels Vertrag mit AEG vorsah, dass Michael mit seinem gesamten Vermögen AEG gehaftet hat für den Fall, dass er einzelne oder alle Konzerte ausfallen ließ.

    Jetzt lese ich das hier erneut.

    Und dass verstehe ich nicht:
    Wäre AEG wirklich so scharf auf Michaels Hälfte am Sony/ATV-Katalog gewesen wie das hier immer in den Verschwörungsthreads dargestellt wurde und ja auch immer noch wird, dann war es doch das Dümmste was sie machen konnten, den Murray bei seinen Einschlafhilfen für Michael gewähren zu lassen! Denn WENN sie davon wußten, wußten sie auch, das das ein Vabanque-Spiel ohnegleichen war und die Möglichkeit immer im Raum stand, dass Michael nicht mehr aufwachte.

    Um an den katalog zu kommen wäre es doch viel klüger gewesen, Michael so lange über Wasser zu halten, bis die Konzerte in London begonnen haben und seelenruhig dabei zuzusehen, wie Michael mehr oder weniger langsam immer kraftloser wurde und schließlich aufgeben mußte.
    DANN nämlich hätten sie nach dem, was hier immer über diese Passage im Vertrag geschrieben wird, von ihrem Recht Gebrauch machen können um Michael schadensersatzpflichtig zu machen.

    Oder kann es sein, dass AEGsich gesagt "Nee, also den Katalog wollen wir ja schon mal gar nicht haben---was sollen wir denn damit! Lassen wir deshalb lieber die Sache ein Ende finden, bevor die Konzerte anfangen..."?

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  • geli2709
    antwortet
    Zitat von malaika Beitrag anzeigen



    ich kann zu wenig einschätzen, inwieweit MIKE selbst möglichkeiten gehabt hätte, anzuhalten…
    Eines ist leider sicher und eine traurige Wahrheit:
    Michael hatte keinerlei Möglichkeiten , TII zu stoppen !!!
    Er steckte tief in der Falle, und das wußte er (und auch AEG!) !

    Wenn schon ein Stopp, dann hätte dieses vom Veranstalter kommen müssen, was nicht zu erwarten war, hatte man es doch geschafft, Michael endlich am Haken zu haben.
    So ist AEG lieber auf volles Risiko gegangen, war man sich doch bewußt, auch an und trotz Michaels möglichen Ablebens, ordentlich abkassieren zu können !

    Hätte Michael es dennoch getan, wäre es ihm schlechter gegangen als zuvor.
    Er hätte dann auch noch den Rest seines Vermögens (Katalog- und Musikrechte) verloren, die sowieso schon beliehen und verpfändet waren und die er eigentlich mit den TII-Konzerten retten und sichern wollte.

    AEG hatte Michael vollständig in der Hand, da sie seine Miete und Unterhaltskosten übernommen hatten und damit drohten, den Finanzteppich unter ihm wegzuziehen, ihn obdachlos und mittellos zu machen, wenn er die Konzerte nicht leisten und ihren Forderungen nicht entsprechen würde.

    Michael befand sich in einer ausweglosen und total verfahrenen Situation !

    Neben all den anderen Widrigkeiten, vorallem wegen der Gewißheit, statt dem ursprünglich zugestimmten 10 Konzerten, nun 50 Konzerte leisten zu müssen.
    Ihm war klar, das niemals schaffen zu können, aber wußte kein ZURÜCK !

    Ist es dann noch ein Wunder, dass er nicht schlafen konnte und auf stärkste Medikamente angewiesen war ???
    Zuletzt geändert von geli2709; 06.02.2011, 23:34.

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  • Cybertronic
    antwortet
    Naja, aber Michael war auch in manchen Phasen seines Lebens selbst in Situationen, wo er das "Heft in der Hand" hatte. Alles nur auf sein Umfeld zu lenken ist etwas einseitig.
    Auch er war dem schnöden Mammon zugetan. Hat dies gerne für sein Leben verwendet. Das andere daran mitverdienten ist logisch und auch richtig.
    Was jetzt posthum passiert, ist eine andere Sache und auch teils fragwürdig.
    Zuletzt geändert von Cybertronic; 06.02.2011, 21:02.

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  • 50lilli
    antwortet
    ich glaube, MIKE lebte in einem sozial ungesunden umfeld (nach meiner ansicht sein ganzes leben seit er das erste mal gesungen hat) – es gab niemanden, der sein wohlergehen in den mittelpunkt stellte.

    Liebe malaika,,
    danke für Dein post. Ja, ich denke, oft daran, wie einsam Michael gewesen sein muss. Um ihn herum nur Menschen, die ihren eigenen Geldbeutel im Kopf hatten von seinem Vater angefangen. Ich denke, er hat niemanden gehabt, der ihn mal gefragt hat, wie geht es dir ? Wie kann ich Dir helfen, was kann ich für Dich tun ?

    Michael hatte eine leichte Lungenentzündung. Wie hätte er je damit 50 Konzerte machen können? Und ich denke, er hat gewußt, dass es nicht geht. Es tut so weh, das alles zu realisieren, aber ich fürchte, es ist dei Wahrheit. Vielleicht gab es keinen anderen Ausweg als den Tod. Jedenfalls nicht mehr zu diesem Zeitpunkt.

    Inwieweit K.O. oder AEG für Michaels Tod Mitschuld tragen, ich weiß es nicht. Jedenfalls haben sie mehr gewußt über seinen angeschlagenen Gesundheitszustand als sie zuerst zugegeben haben. Und allein das läßt mich stutzig werden. Hieß es doch immer, er sei bei bester Gesundheit gewesen und so aufgeregt und erfreut über die Konzerte.

    Trotz allem, was bleibt ist Dankbarkeit und Liebe ! Und die gehört ganz allein Michael !

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  • malaika
    antwortet
    bei all diesen menschen, die um MIKE herum waren, um mit ihm, durch ihn, geld, viel geld zu verdienen – geht es dabei um schuld? ist es eine frage der verantwortung oder mitverantwortung?
    es ist und bleibt schwierig, zu diesem punkt klarheit zu finden und die frage ist, inwieweit kann eine klarheit etwas bewirken?
    der druck in der showbranche ist immens, viel größer als viele von uns sich vorstellen können. es geht nur um geld und leistung – punktgenau! show von bis: höchstleistung!
    die belastung, die für alle beteiligten dahintersteht, wage ich nicht einzuschätzen.
    unter höchstbelastung physische und psychische symptome zu entwickeln, die ungesund sind, bleibt leider nicht aus…

    kurzer schlenker von mir – seit dezember habe ich einen job in gelsenkirchen angenommen (ein befreundeter kollege bat mich um unterstützung, weil ein projekt mit 150 mitarbeitern kurz vorm scheitern stand) – seither arbeite ich ca. 12 bis 14 stunden pro tag (manchmal auch an samstagen), ich komme kaum noch nach hause (lübeck), sondern bin sozuagen „nur noch arbeit“ – ich habe im letzten monat vier kilo abgenommen und schlafe ca. 4 stunden pro nacht, weil ich so hochtourig fahre. der kollege freut sich, dass das projekt vorangeht und – macht druck, dass es schneller gehen müsse (dasselbe tut die geschäftsführung, der auftraggeber). ich merke, dass ich anfange, substanz zu lassen und komme da nicht raus, denn wenn ich jetzt nachlasse, wird das projekt abgebrochen (kostet über 100 mitarbeiter den arbeitsplatz und das unternehmen viel geld). niemand nimmt irgendwie rücksicht auf mich oder fragt mal, wie es mir geht… es würde mir guttun, wenn das mal geschehe, doch letztlich weiß ich, dass ich allein für mich verantwortlich bin und meine kräfte steuern muss. und so behalte ich mich selbst kritisch im auge, um ggf. die reißleine zu ziehen.


    MIKEs druck für TII muss unglaublich gewesen sein! unvorstellbar! vor allem, weil er solange nicht in diesem direkten leistungsstress war und zuhause seine familie hatte. er, der perfektionist wollte wieder 300% geben – hatte er dazu die kraft? hätte er es schaffen können? wenn nicht – wer ist dafür verantwortlich?
    sind es nicht viele menschen aus dem umfeld? MIKE selbst, seine direkten begleiter bei der erstellung/umsetzung der show, seine familie…. ich habe manchmal den eindruck, dass diese situation allen entglitten ist. druck verselbständigt sich und dann kann ein einzelner nicht mehr stoppen. fatal, tragisch, unmenschlich, folgenschwer!

    ich glaube, MIKE lebte in einem sozial ungesunden umfeld (nach meiner ansicht sein ganzes leben seit er das erste mal gesungen hat) – es gab niemanden, der sein wohlergehen in den mittelpunkt stellte. alles um ihn war immer eine frage des „größer“, „gigantischer“, „phänomenaler“, „teurer“…. jeder wollte (will) an ihm verdienen, mehr verdienen! dies schicksal nahm in seiner kindheit seinen anfang und führte ihn letztlich in den tod.
    es tut so weh, dass ein so lieber und liebevoller mensch niemanden hatte, der wirklich für ihn da war. niemand, der mal STOP sagte. im gegenteil – alle trieben ihn an (auch er sich selbst).
    aus meiner sicht tragen sehr sehr viele menschen mitverantwortung! das ist eine schwere last. doch „einen“ schuldigen ausmachen – mir fällt das schwer. ich kann zu wenig einschätzen, inwieweit MIKE selbst möglichkeiten gehabt hätte, anzuhalten…
    wie bri schreibt: abschiedstanz von mj das war die premiere von TII und das gesamtwerk TII –
    ich empfinde dankbarkeit, dass ich MIKE dabei erleben darf und immensen schmerz, dass er es nicht überlebt hat und nicht erlebt hat.

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  • Lena
    antwortet
    Zitat von TheLittleGhost Beitrag anzeigen
    ABER, dann wären die Einnahmen auch teilweise an IHN gegangen; so ist der Ertrag doppelt und dreifach und ohne IHN! Wie schön!*Ironieaus*
    Jetzt hat Michael bzw. seine Erben genauso mitverdient. An den Filmrechten, am Film , an den DVD`S und am Soundtrack. Man tut immer so als wenn man MJ mit seinem Tod aus dem Verdienst ausgebootet hätte. Aber das ist nun absolut nicht der Fall. Natrülich verdient er nicht mehr persönlich, aber doch seine Erben.

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  • Ghosti
    antwortet
    @Bri

    Auch ich antworte dir mal mit einem Ja--- in; die Argumentationen hinsichtlich der Abläufe, wenn jemand unter Druck steht, will ich gar nicht in Abrede stellen. Jeder reagiert wieder anders, unvorhersehbar! Und jemand wie Mikel, der sich nun mal wenig sagen liess, alle Bemühungen in den Wind schiessen und ignorieren würde - keine Frage, ja.
    Trotzdem sagt mir mein gesunder Menschenverstand - stop! Bei anderen Stars und Sternchen ist es doch auch gängig - selbst nur schon bei einem Schnupfen *hüstel* - dass das Konzert, die Tournee abgesagt/verschoben werden kann. Ja, hier war sehr viel Geld im Spiel - aber, das selbst nach einer Verschiebung und mit einem gesundheitlich stabileren Mikel wesentlich sicherer gewesen wäre. ABER, dann wären die Einnahmen auch teilweise an IHN gegangen; so ist der Ertrag doppelt und dreifach und ohne IHN! Wie schön!*Ironieaus*

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  • Briánna
    antwortet
    ja ...-in.
    einerseits gebe ich dir völlig recht. nach dem, was ich im kino wahrgenommen habe, hätte ich erwartet, dass man den notanker wirft. aber das ist subjektiv.
    und ich könnte mir vorstellen, dass es alles nicht so einfach und nicht so schwarz/weiß ist,wie man es jetzt, wo man die schrecklichen folgen auch noch kennt, rückblickend sagen kann.
    ich würde nicht soweit gehen, dass ich wagen würde zu sagen: die haben genau das, was geschehen ist, billigend in kauf genommen, und zwar alle, wie sie da waren.
    das war übrigens vor etwas über einem jahr mein erster impuls. aber es ist etwas zeit vergangen und ich schaue mit mehr sachlichkeit und weniger hm..emotionalität
    auf diese geschichte.. was nicht bedeutet, dass mich mj's tod mittlerweile kalt ließe - bitte nicht so verstehen.
    ich denke, dass wahrscheinlich jeder, der da direkt an der produktion beteiligt war, unter seinem eigenen, extremen stress stand. d.h. für mich, dass man dann die befindlichkeiten des anderen
    nicht mehr im vollen umfang wahrnimmt, oder auch, dass man sie anders wertet.
    jeder hatte seine prioritäten abzuarbeiten und das unter hochdruck - ob man dann noch wirklich wahrnimmt und es dann noch richtig einsortiert, wie es dem anderen geht - ich habe meine zweifel.
    ich glaube nicht, dass k.o. auch nur eine sekunde gedacht hat: "er könnte dabei draufgehen". zumal wir nicht wissen, ob k.o. überhaupt wusste, wie die situation abends zuhause an der bettkante aussah.
    ich weiß aus persönlicher erfahrung, dass ich bei stress- und hochdruckprojekten auf ausfälle und "störungen" durch befindlichkeiten anderer auch eher denke, dass mich jemand gerade im stich lässt,
    bevor der gedanke durchkommt: "verdammt, dem geht es nicht gut" oder "shit, der hat noch eigene sorgen, völlig übersehen". und das ist normal, das ist menschlich.
    insofern muss ich k.o. dies zumindest auch als möglichkeit zugestehen.
    er hatte eine aufgabe zu erfüllen und die war riesig. deshalb ist es immerhin möglich, dass er die lage einfach falsch eingeschätzt hat. oder die augen verschloss. ich weiß es nicht.

    es gab bilder in zusammenhang mit TII, namentlich die von der premiere, die mir die haare zu berge stehen ließen. das ist/war sowas, was meine überzeugung, "der mj einfach für die ganz große kohle über die wupper gehen lassen" nährte. die herren auf dem roten premierenteppich, breit grinsend und mit siegeszigarre posierend... erschien mir mehr als unpassend. für mich war es eben keine filmpremiere eines gelungenen meisterwerkes, sondern der abschiedstanz von mj. gleichermaßen die bilder vom lächelnden k.o. auf der trauerfeier. aber auch da kann es völlig menschliche erklärungen geben, ich habe selber schon lächelnd eine kirche zu einer beerdigung betreten. nicht, weil ich so kaltschnäuzig bin, schon gar nicht, weil mich der tod des menschen da im sarg erfreute, sondern weil ich möglichst lange nicht zulassen wollte, was da auf mich zukam: tränen. also verzweifelt abgelenkt, um haltung zu bewahren. auch damit war und bin ich nicht alleine.

    ich will hier kein plädoyer für k.o. schreiben. ich versuche nur, möglichst differenziert da drauf zu gucken. und nicht vorschnell zu verurteilen.
    vielleicht ist er ein eiskalter hund, vielleicht zählte er im geiste ständig dollars, vielleicht war ihm bei der premiere klar, dass man noch ordentlich geld einstreichen konnte.

    vielleicht hat er versucht, mj's leistungsabfall, gewichtsverlust, was auch immer, abzufangen. man berichtete davon, dass er mj füttern ließ, wir kennen die szene aus dem film "water, water...".
    vielleicht hat er auch gegen wände geredet -
    denn jemand, der sich abends derart bedröhnen lässt, um zur ruhe zu kommen, verantwortungsoser arzt hin oder her,
    derjenige hat schon lange die augen davor verschlossen, verriegelt und verrammelt, dass er gerade weit jenseits seiner
    eigenen grenzen agiert. und wer mit sich selber so umgeht, wird sich kaum von dritten reinquatschen lassen.
    möglicherweise wusste k.o. das und hat versucht, auf seine weise zu unterstützen.
    dass das der falsche weg war, wissen wir alle heute, war aber damals vielleicht so nicht absehbar.

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