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  • CaroSebi
    antwortet
    Liebe rip.michael, da hast Du vollkommen Recht mit dem Brücken bauen. Was ich sagen möchte, ist, man kann jedes Thema diskutieren, solange man dabei sachlich bleibt und respektvoll miteinander umgeht.
    Einfach zu sagen "lassen wir das Thema" ist für mich keine Lösung. Manchmal ist es hilfreich (so habe ich es ganz persönlich empfunden) sich auch mal in ungewohnter Weise auf ein Thema einzulassen und die eigene Sichtweise zu hinterfragen. Auch wenn es schwer ist und manchmal weh tut.
    Ich möchte damit keinesfalls zu gegenseitigem "Niedermachen" oder sonstigen Aktionen aufrufen, sondern einfach dazu, sich einer offenen Diskussion zu stellen, in aller Fairness.

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  • rip.michael
    antwortet
    .... aber, liebe CaroSebi, ist es denn nicht wohltuend für alle, wenn man sich trotz uneinigkeit in der sache oder in diesem fall in der diskussion, die hände reichen kann?
    Eine absolut friedliche geste, die immer noch 1000 mal besser ist, als in unstimmigkeit und unverständnis, in nicht erreichter gleichen ebene die diskussion zu verlassen.
    Wir erleben es doch leider oft genug (.. hier genauso wie ausserhalb des forums), wie eine diskussion plötzlich in etwas umschlägt, was keine gemeinsamkeit (... die, das wir alle als MJ fans hier sind) zulässt.
    Neue sichtweisen kann jeder einzelne auch ausserhalb der laufenden diskussion erlangen, wenn er eben mal seinen standpunkt verlässt ... kann doch gut sein, dass dann eine fruchtbares gespräch dann viel ergiebiger ist.
    Warum sich nicht gegenseitig brücken bauen? Dann hat die tiefe und weite einer kluft keine grosse bedeutung mehr.

    With L.O.V.E. and respect
    Lg rip.michael

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  • CaroSebi
    antwortet
    Zitat von ANGEL-OF-PEACE Beitrag anzeigen
    Ich schlage vor, dass wir uns die Hände reichen und Braden vergessen.
    Und unter dem Deckmäntelchen Friede-Freude-Eierkuchen sind sich dann wieder mal alle einig..... Oder eben nicht.....
    Die Diskussion als solches ist doch gerade das Schöne, das was weiterbringt und neue Sichtweisen eröffnet.

    Es mag sich übertrieben anhören, aber durch einige der hier im Forum (insbesondere im ehemaligen Spirit-Thread) geführten Diskussionen hat sich mein Weltbild verändert. Nicht, weil ich mich Meinungen anderer angeschlossen oder sie gar übernommen habe, sondern weil ich zum ersten Mal WIRKLICH wahrgenommen habe, dass meine Sicht der Dinge nur eine unter 1000 möglichen ist und dass alle anderen Sichtweisen ebenso ihre Berechtigung haben. Es gibt Werte und Überzeugungen, von denen ich nicht abrücken möchte und auch nicht abrücken werde, aber mein Weltbild ist weitaus offener geworden - und ich damit toleranter. Nicht nur anderen, auch mir selber gegenüber.
    Zuletzt geändert von CaroSebi; 29.04.2011, 12:42.

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  • Briánna
    antwortet
    AOP, schade, dass du inhaltlich so gar nicht auf irgendetwas eingehst ... ich hatte auf einen fruchtbaren austausch gehofft...?

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  • *dreamerschen
    antwortet
    na, wenn die die besten konditionen für die glaubwürdigkeit einer theorie der "bestsellerstatus" und das übersetzen in möglichst viele sprachen sein sollte
    hat "superman" - erschaffen von jerry siegel & joe shuster - gute chancen,hm?


    sorry,just kidding

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  • ANGEL-OF-PEACE
    antwortet
    Ich frage mich warum Bradens Bücher Bestseller sind und in vielen Sprachen übersetzt werden.

    „Gregg Braden verkörpert die überaus seltene Mischung aus Wissenschaftler, Visionär und Gelehrtem; er besitzt die Gabe, unseren Verstand anzusprechen und dabei auch an die Weisheit unseres Herzens zu rühren.“ -
    Deepak Chopra
    Albert Einstein wurde mit seiner Relativitätstheorie zu seiner Zeit als Spinner deklariert. Er stellte sich selbst die Frage:

    „Eine Frage raubt mir den Verstand bin ich verrückt oder sind es die Anderen?“
    Albert Einstein
    Michael wurde des Öfteren als Spinner deklariert und er ging in die Geschichte ein als der King of Pop.

    "Leider leben wir in einem Zustand voller Angst. Jeden Tag hören wir es in den Nachrichten, im Radio und Fernsehen, in den Zeitungen: immer nur Krieg. Wir hören von Nationen, die sich gegenseitig schaden, von Nachbarn, die sich gegenseitig schaden, von Familien, die sich gegenseitig schaden und von Kindern, die sich gegenseitig töten! Wir müssen lernen zu leben und einander zu lieben, bevor es zu spät ist. Wir müssen damit aufhören! Wir müssen die Vorurteile stoppen, wir müssen den Hass beenden, wir müssen damit aufhören, in Angst vor unseren eigenen Nachbarn zu leben. Ich möchte, dass ihr alle die Hand eures linken und rechten Nachbarn nehmt. Tut es, genau jetzt, ich meine das ernst, seid nicht schüchtern, tut es! Tut es, seid nicht schüchtern, tut es! Tut es! Sagt jetzt der Person neben euch, dass ihr euch um sie sorgt. Sagt ihnen, dass ihr euch um sie sorgt, sagt ihnen, dass ihr sie liebt. Das ist es, was den Unterschied ausmacht. Zusammen...Zusammen können wir etwas in der Welt verändern, zusammen können wir helfen, Rassismus zu beenden, mit Vorurteilen aufzuhören, wir können der Welt helfen, ohne Angst zu leben. Es ist unsere einzige Hoffnung, und ohne Hoffnung sind wir verloren."
    (Michael Jackson, 2002)
    Ich schlage vor, dass wir uns die Hände reichen und Braden vergessen.

    Philosophie lässt sich nicht allgemeingültig definieren, weil jeder, der philosophiert, eine eigene Sicht der Dinge entwickelt.

    Da fällt mir eine Frage von November ein:
    Warum beten viele Menschen einen Gott an?
    Es ist nicht wichtig warum andere das tun, sondern ob man selbst das Bedürfnis verspürt dies zu tun. So denke ich.

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  • *dreamerschen
    antwortet
    ich bin naturwissenschaftlich minimalst bewandert,den großen humanen denkern kann mein kleiner verstand auch nicht besonders gut folgen.
    bei den ausführungen von braden steigt mir sofort der wunsch auf,ihn an die hand zu nehmen,um ihn eindringlichst zu bitten
    mich auf die children cancer stationen oder in die kinderhospize oder - wenn er sich diesen orten innerlich nicht gewachsen fühlen sollte -
    diese stationen des lebens in der erwachsenenwelt zu begleiten.
    Zuletzt geändert von *dreamerschen; 28.04.2011, 18:31. Grund: german language , difficult language :-(

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  • Briánna
    antwortet
    ich stelle es gern nochmals klar - ich trampelte zu keiner zeit auf einem diskussionsteilnehmer herum, ich stellte meinen zorn gegen braden &co heraus und klar.

    ich habe, auch das betonte ich mehrfach, kein interesse daran, jemandes glauben in frage zu stellen.

    was ich allerdings in frage stelle, sind die der braden'schen "beweise" für die existenz seiner theorien. wobei es nicht seine sind, aber das führt jetzt zu weit.

    ich schrieb es schon mal - ich führe gern lange gespräche mit einem sehr gläubigen freund.
    und, es liegt wohl auf der hand, auch meine krankheiten wurden, wie es so ist, unter freunden, in der nachbetrachtung thematisiert.
    ich verkürze es mal auf die kernaussage...

    ich stellte die these auf: siehst du, ich bin ungläubig und trotzdem habe ich überlebt. ich habe gläubige kennengelernt, die es (leider!!) nicht geschafft haben, somit ist für mich bewiesen, dass mein überleben an mir und meinen ärzten hing....
    er wiederum stellte die these auf: für mich, weil ich für dich gebetet und an ihn geglaubt habe, ist dein überleben ein beweis für die existenz gottes.

    die frage, ob er denn, als gläubiger, überhaupt in meine lage kommen könnte, beantwortete er so: natürlich, oder hast du das gefühl, dass gott unterschiede macht?
    ob er sich auf diese medikationen und behandlungen eingelassen hätte: natürlich - wozu gibt es sie denn? es nicht zu tun, hätte bedeutet, mich mit gott auf
    eine pokerpartie einzulassen!
    zu welchem zweck sollte ich das tun?

    das ist für mich übrigens der schlüsselsatz schlechthin.
    glaube gibt in extremen situationen eine - beneidenswerte ( aus meiner sicht) - innere ruhe und frieden.
    aber glauben muss nicht heißen, dass man alles andere negiert...
    mir geben diese gespräche immer sehr viel, denn ich kannn, ohne das mir jemand im geringsten beweisen möchte, dass er an das richtige glaubt, oder mich bekehren möchte,
    nachvollziehen, was der glaube diesem von mir hochgeschätzten menschen gibt.
    was ihn aber von braden unterscheidet: er versucht nicht, mir gott zu "beweisen".
    was mich am umgang mit den beweisen stört:
    wenn wir, wie wir hier sitzen, gefragt werden: "wo kommt der strom her?" ..dann geraten wir durchschittsmenschen bei der erklärung schon ins trudeln.
    "aus der steckdose und da dran hängt ein kabel und das führt zum kraftwerk und da kommt dann der strom her". den genauen physikalischen ablauf der stromerzeugung -
    den kann hier kaum jemand genau erklären. gehen wir noch einen schritt weiter - "wieso steckt strom in batterien?" die nicht-physiker unter uns geraten gerade an ihre
    grenzen - richtig?
    und keine panik: ich nehme mich da nicht aus.
    "warum sieht die wiese für uns grün und der himmel blau aus?" - zack, wir sind schon wieder erwischt. " da war was mit licht und so und atmosphäre." wieder: ich nehme mich nicht aus.
    "warum hören wir klar modulierte klänge aus dem radio?" --- "das sind die schallwellen...." ..ja, sind sie. aber wieder bleiben wir an der allerobersten oberfläche.

    nun sprechen wir plötzlich von quantenphysik. wo sich die physiker, also die, die man nachts nicht mal wirklich aus der tiefschlafphase holen muss, um detaillierte antworten auf die obigen fragen zu bekommen,
    noch kloppen.

    was mich so irrtiert: wie kommt es, dass plötzlich ein noch in großen teilen zu erforschendes, hochkompliziertes feld einer naturwissenschaft zum fachgebiet jener mutiert, die aber tatsächlich probleme haben,
    die grundlagen eben jener naturwissenschaft zu erklären?

    braden macht mich unbestritten einfach sauer. denn die inhalte seiner theorien sind widersprüche in sich und ich verstehe auch ehrlich gesagt den grundgedanken,
    glauben BEWEISEN zu müssen, nicht. wozu? niemand von uns erwartet heute einen brennenden busch - warum also eigeninterpretationen der quantenphysik?
    ich habe weiter oben schon angeführt, warum ich braden für einen - entschuldigung, ich sehe ihn so - kommerzgeilen scharlatan halte:
    er baut seine thesen auf lügen und widersprüchen auf. wenn ich einerseits von der beeinflussbarkeit der dns rede, aber gleichzeitig die existenz der biologie negiere,
    dann ist das ein widerspruch. wenn ich, in diesem fall genetisch programmiertes, verhalten und seine hormonellen abläufe heranziehe ( adrenalin & fluchtreflex) dann rede ich von
    nichts anderem, als einen biologischen prozess. die biologie im gleichen atemzug abzuschaffen - das passt nicht zusammen.
    wenn ich einen patienten als austherapiert präsentiere, dieser es aber definitiv nicht ist, ist das eine lüge.
    diese lügen und widersprüche aber erhebt er zur grundlage und zum beweis für alles folgende. und DAS wiederum soll dann jemand als unumstößliche, naturwissenschaftliche
    wahrheit akzeptieren. es tu mir leid, das kann ich nicht.

    und damit steht er für mich in einem schrecklichen widerspruch zu meinem guten freund:
    der sagt nämlich: ich muss und ich kann meinen glauben nicht wissenschaftlich beweisen. ich kann ihn fühlen und ich kann ihn teilen.

    kommen wir mal von bradne an sich weg, an dem scheiden sich nun einfach die geister und da drehen wir uns eh im kreis.
    betrachten wir den wissenschaftlichen nachweis von gott/glauben etc einfach mal allgemeiner, ich denke, da haben wir dann alle wieder etwas mehr luft zum atmen.
    mir stellt sich wirklich ganz philosophisch die frage:
    warum kann man es nicht einfach so stehen lassen?
    meine wirklich ernstgemeinte, garantiert NICHT rhetorische frage dazu ist:

    reicht der glaube an sich nicht mehr als solcher?

    war nicht glauben, im gegensatz zu beweisen/wissen, bisher ( also seit jahrtausenden) grundlage aller religions- und glaubensmodelle?
    was bewegt menschen nun in unseren zeiten also dazu, aus glauben wissen machen zu wollen?
    hat man früher "anders" geglaubt? ist das eine weiterentwicklung der religiosität, oder ist es ein ( ich kann's gerade nicht anders
    formulieren, es ist NICHT provokativ gemeint), sich den weg zu glaubensinhalten zu erleichtern, indem man die zweifel, mit denen
    glauben an sich naturgrmäß behaftet ist, aus dem weg räumt ( man erspart sich damit den inneren konflikt und grenzen des glaubens) ?

    oder, auch eine möglichkeit: schaffe ich damit nicht götter und religionen ab? wenn die energie der menschlichen gefühle die welt beeinflusst -
    wo ist dann noch platz für einen gott? oder unterscheiden die zu beeinflussenden teilchen, ob ein gläubiger ( woran muss er dann glauben)
    oder ein nicht-gläubiger fühlt?
    zur verdeutlichung: wenn 100 gläubige ihre energie der gefühle einsetzen, um regen zu erzeugen; haben dann ihre gefühle mehr chance auf
    "energieerzeugung", als 100 ungläubige, die mit gleicher not, gleichem bedarf und gleicher intensität regen brauchen und vom prinzip her ja das
    gleiche fühlen?
    Zuletzt geändert von Briánna; 28.04.2011, 11:55.

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  • ANGEL-OF-PEACE
    antwortet
    Zitat von November Beitrag anzeigen
    Da hast Du etwas verwechselt - ich schrieb, dass ich das Goswami-Video ca. zur Hälfte gesehen habe (also der, der sich "Quantumaktivist" nennt). Das Braden-Video habe ich vollständig gesehen, siehe auch die kommentierte Inhaltsangabe von mir von vor ein paar Postings. Ebenso habe ich mir die gelöschte "Tumor-Besprechung" später direkt auf Youtube angesehen. Mein Urteil lautet: Ich halte nichts von Bradens Message, es handelt sich um einen Scharlatan.

    Medizin ist aber doch ein wissenschaftliches Gebiet. Im Übrigen ist das, was Braden da vermittelt, keine Wissenschaft. Du glaubst doch nicht im Ernst, dass sich ein Tumor innerhalb von ein paar Minuten Mir-nichts-Dir-nichts wegbesprechen läßt? Er spielt mit den Leuten, er ist ein Blender. Das ist kein verantwortungsvoller Mensch.
    Schade, gerade dieses Video (Quantumaktivist) fand ich äußerst interessant, besonders gegen Ende. Der Erzähler ist kein Guru, sein Vater war einer.

    Hast Du Dir alle 9 Teile von "Die göttliche Matrix" angeschaut?

    Okay, ich kann die Entfernung von der "Tumor-Besprechung" in gewisser Weise verstehen. Ich weiß selbst nicht so genau, was ich davon halten soll. Wäre ich von Krebs betroffen, würde ich dieser Sache auf den Grund gehen wollen, um herauszufinden, ob da was wahres dran ist. Da ich keine Beweise habe, weder positive noch negative, halte ich mich mit dem Befriff "Scharlatan" erstmal zurück.


    Falls Du oder andere dennoch der Meinung sind "die Ärzte" oder "viele Ärzte" seien nicht geeignet ein solches Gespräch richtig zu führen, dem empfehle ich, doch ein Medizinstudium aufzunehmen, Arzt zu werden und es selbst anders zu machen.
    Das ist leider nicht möglich. Ein Mensch kann nicht alle Berufe der Welt erlernen. Da wir zeitlich begrenzt auf Erden verweilen, sind wir aufeinander angewiesen.


    Ich versuche jetzt mal zusammenzufassen, dass z.B. Du der Meinung bist, dass man Erkrankungen allein mit Bewusstseinssteuerung und Liebe heilen kann.
    November, ich weiß es nicht. Manchmal scheint das zu funktionieren, manchmal aber auch nicht. Vielleicht hängt das mit der jeweiligen Einstellung der Betreffenden zusammen. Es gibt viel Literatur über mysteriöse Wunderheilungen, aber das ist hier nicht das Thema.

    Außerdem hatten wir hier im Thread zuvor noch die Themen: Urknalltheorien (religiöse und unreligöse, göttliche und ungöttliche), wozu braucht der Mensch Religion und/oder einen Gott, warum beten viele Menschen einen Gott an, gibt es wirklich bedingungslose Liebe, was ist Bewusstsein, Evolution usw.
    Irgendwo hast Du erwähnt, dass Deinen eingestellten Videos keine Beachtung geschenkt wurde. Nein, November, das stimmt so nicht, Du nimmst es nur an.
    Ich habe in diesem Thread alles gelesen und gesehen auch Dein Posting #53
    Vom Physiker (Gast) wurden Quanteneffekte genannt.
    Vom Theologen (Gast) wurde das Selbstverständnis der Menschen genannt. Wo kommen wir her, wo gehen wir hin.
    Der Moderator spricht von der Einsteinischen Physik und der Kreuzung mit der Quantenkosmologie. Vergleichbar mit Makro- und Mikrokosmos.
    Es geht um die Plausibilität eines Parallel-Universums. Es geht um die Erklärung zwischen Physik und Quantenphysik.
    Was der Religionswissenschaftler erzählt finde ich auch spannend.
    Die ersten Philosophen waren Astronomen, habe ich auch gehört.
    Es geht um Multiversen, die möglicherweise anderen Gesetzen unterworfen sein können.

    wozu braucht der Mensch Religion und/oder einen Gott, warum beten viele Menschen einen Gott an, gibt es wirklich bedingungslose Liebe, was ist Bewusstsein, Evolution
    Ich denke, dass wir Menschen unterschiedliche Bedürfnisse haben und doch sehnen wir uns alle nach Geborgenheit und Liebe. Auch denke ich, es gibt bedingungslose Liebe, man könnte auch Mitgefühl sagen. Bewusstsein könnte die Wahrnehmung unserer Wirklichkeit sein. Die Evolution kann sowohl durch genetische Vererbung als auch durch gesellschaftlichen Fortschritt stattfinden, so denke ich.

    Desweiteren:
    Ich bin gerne bereit in diesem Thread zu verweilen, wenn wirklich die gleiche "Augenhöhe" (so wie es Deinem Wunsch auf Seite 1 entspricht) auch beibehalten wird - weil mich das Thema an sich interessiert.

    Zitat von 77Sunset
    „Philosophie ist der Versuch des Menschen mit dem Mittel des Denkens sein Dasein, die von ihm wahrgenommene äußere Welt und sein eigenes Inneres zu erklären.“
    Dem stimme ich zu.

    Zitat von 77Sunset
    Ich ziehe mich zurück
    Das fände ich sehr schade.

    Es muss doch möglich sein, dass alle Interessierten sich am Thema beteiligen ohne auf andere herumzutrampeln. Und wenn nicht. Warum nicht?

    Sobald ich Giftspritzen wahrnehme, bin ich aber auch weg.

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  • November
    antwortet
    Also ich für meinen Teil habe versucht keinen Grabenkampf zu kämpfen, keinen Starrsinn walten zu lassen und auf andere Sichtweisen einzugehen. Zum Thema Quantenphysik: Das was oft als solches dargestellt wird, vernachlässigt vieles. Ich habe vor vielen Seiten ein ca. einstündiges Video zu dem Thema eingestellt, wo Wissenschaftler und auch ein Theologe u.a. dieses Thema diskutieren - und dort werden auch quantenphysikalische Themenbereiche, zum Teil mit Einspielern, auch für Nicht-Physiker verständlich erklärt und es wird versucht gemeinsame Ansätze zu finden. Allerdings wird auch auf (derzeit noch) bestehende Schwächen und Probleme in den (wissenschaftlichen) Modellen hingewiesen. Interessant ist, dass auf dieses Video nicht eingegangen wurde, ich vermute gar, dass sich nicht viele die Zeit genommen haben, es sich einmal anzusehen. Hingegen habe ich mir die Videos, die eine völlig andere Darstellungsweise haben und auch teils völlig andere Themen behandeln, angeschaut (eins bisher nur zum Teil, aber immerhin) und mich damit beschäftigt.

    Desweiteren hat Briánna vor ein paar Postings (am Wochenende?) einen Link eingestellt, der auf eine sehr interessante Seite weist und wo auch auf falsche Erklärungen, Auffassungen hinsichtlich (Quanten-)Physik hingewiesen wird. Ich habe mir das durchgelesen und auch etwas dazu geschrieben - ansonsten ist jedoch auch darauf leider niemand eingegangen und ich nehme auch hier an, dass nicht viele sich diese Seite einmal durchgelesen haben. Ich für meinen Teil habe nichts gegen Quantenphysik, finde das Thema interessant - jedoch wird oftmals vieles falsch erklärt und "zurechtgeformt" und dann noch als Tatsache hingestellt. Und darauf wird nun oftmals gerne eingestiegen (ich hoffe, das Wort ist besser als reinfallen, im Übrigen hatte ich den Begriff im Zusammenhang mit Braden verwendet und ich fürchte, dass es tatsächlich schon Leuten passiert ist), weil es oft viel spektakulärer aufgemacht wird, als das was auf seriöse Weise dazu berichtet wird.


    Es finden – wieder einmal – Grabenkämpfe statt und es ist weit und breit keine Brücke in Sicht, auf der man sich entgegenkommen, aneinander vorbeigehen oder stehenbleiben könnte.
    Mein Versuch dessen, war u.a. die Zusammenfassung der unterschiedlichen Sichtweisen, die ich im vorigen Posting geschrieben habe. Hat offenbar nicht geklappt und ist nicht verstanden worden.

    Philosophiert wird hier jedoch in der Tat seit einigen Seiten kaum noch bis gar nicht mehr - und ich gestehe, dass ich auch momentan keine große Lust mehr habe.
    Zuletzt geändert von November; 27.04.2011, 12:28.

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  • Xydalona
    antwortet
    Angel-of-Peace:

    Ein Mann, der Ergebnisse der Veröffentlichung vorstellt, die nirgendwo in der Fachliteratur zu finden sind, und der diesen Tatbestand damit erklärt, dass die Ergebnisse zu neu sind, ist einfach nicht glaubwürdig. Kein seriöser Wissenschaftler würde so reagieren.

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  • November
    antwortet
    Zitat von ANGEL-OF-PEACE Beitrag anzeigen
    November, ich möchte in keinster Weise Braden in Schutz nehmen, aber Du sagtest selbst, dass Du nur ein Ausschnitt gesehen hast. Wie kann man sich dann einen fertigen Urteil bilden?
    Da hast Du etwas verwechselt - ich schrieb, dass ich das Goswami-Video ca. zur Hälfte gesehen habe (also der, der sich "Quantumaktivist" nennt). Das Braden-Video habe ich vollständig gesehen, siehe auch die kommentierte Inhaltsangabe von mir von vor ein paar Postings. Ebenso habe ich mir die gelöschte "Tumor-Besprechung" später direkt auf Youtube angesehen. Mein Urteil lautet: Ich halte nichts von Bradens Message, es handelt sich um einen Scharlatan.



    Du sagst es: das ist nunmal so. Da geht es darum, den Nutzen gegenüber dem Risiko abzuwägen

    Das Gleiche gilt für Themen wie Wissenschaft, Physik, Gott, Glaube, Liebe, Mitgefühl und alles andere.
    Medizin ist aber doch ein wissenschaftliches Gebiet. Im Übrigen ist das, was Braden da vermittelt, keine Wissenschaft. Du glaubst doch nicht im Ernst, dass sich ein Tumor innerhalb von ein paar Minuten Mir-nichts-Dir-nichts wegbesprechen läßt? Er spielt mit den Leuten, er ist ein Blender. Das ist kein verantwortungsvoller Mensch.



    Hast Du schon mal im Lexikon der Medizin-Skandale geblättert? Ich schon und erspare Dir/Euch den Link.
    Hast Du schonmal nachgedacht oder nachgeschaut, dass möglicherweise Leute wie Braden mit ihren "Ratschlägen" Leute auf dem Gewissen haben?
    ......Du kannst auch nicht hinter medizinschen Methoden vermuten, dass nun immer der "worst case" eintritt und alles schiefläuft.



    Ich bin immer dafür, dass die Wahrheit ausgesprochen wird. Allerdings kennt die Zukunft niemand so genau, auch Ärzte nicht. Ich finde es verantwortungslos einem Patienten zu sagen: Sie haben max. 6 Monate zu leben. Die Wahrheit könnte den Patienten auch schonender erreichen. Ungefähr so:
    Nach bisherigen Erkenntnissen sterben 95% der Betroffene nach ca. XX-Zeit an dieser Krankheit.
    Angel-of-Peace: Keiner von uns hier kennt den kompletten Gesprächsverlauf der zwischen dem Arzt und dem Patienten, den Du kanntest, stattgefunden hat - daher bin ich für Zurückhaltung mit Schlußfolgerungen. Und man kann auch nicht von einem Arzt auf alle anderen Ärzte schließen. Falls Du oder andere dennoch der Meinung sind "die Ärzte" oder "viele Ärzte" seien nicht geeignet ein solches Gespräch richtig zu führen, dem empfehle ich, doch ein Medizinstudium aufzunehmen, Arzt zu werden und es selbst anders zu machen.



    Aber, worüber philosophieren wir denn, wenn am Ende nur eine Meinung zählt?
    Es zählt nicht nur eine Meinung - ich kann jedoch verstehen, weshalb speziell dieses Video entfernt wurde (und ich habe das zuvor schonmal geschrieben): Weil Leute, die verzweifelt sind, vom Regen in die Traufe kommen können, wenn sie sich darauf einlassen. Andere Videos, die Du eingestellt hast, sind übrigens noch da, wenn Du mal nachsiehst. Und wenn Du aus Deiner Sicht (meine ist eine andere), das was Braden sagt, aus irgendwelchen Gründen doch ernst nimmst: Dir würde es sicher nicht gefallen bzw. seltsam vorkommen, wenn jemand anders ein Video einstellt, in dem ein Medikament von einem Pharmahersteller beworben wird - oder?

    Ansonsten bitte ich Dich, doch einfach nochmal die letzten Postings zu lesen, vllt. lösen sich dann ein paar mögliche Missverständnisse auf.

    Ich versuche jetzt mal zusammenzufassen, dass z.B. Du der Meinung bist, dass man Erkrankungen allein mit Bewusstseinssteuerung und Liebe heilen kann. Andere Leute - z.B. ich - sehen es so, dass es gut ist, wenn man eine stabile Psyche hat bzw. versucht, in eine gute psychische Verfassung zu kommen, jedoch sehe ich bei schweren, schlimmstenfalls lebensbedrohlichen Erkrankungen, zusätzlich noch medizinischen Behandlungsbedarf und das heißt nicht, dass ich jemand bin, der der Meinung ist, dass man sich bei allen möglichen Beschwerden direkt eine Tablette o.ä. einwerfen muß. Eine gute psychische Verfassung kann durchaus unterstützend wirken - jedoch nicht als alleinige Lösung gesehen werden, besonders bei sehr schweren Erkrankungen, das wäre fatal. Es kann Hand in Hand gehen.


    Außerdem hatten wir hier im Thread zuvor noch die Themen: Urknalltheorien (religiöse und unreligöse, göttliche und ungöttliche), wozu braucht der Mensch Religion und/oder einen Gott, warum beten viele Menschen einen Gott an, gibt es wirklich bedingungslose Liebe, was ist Bewusstsein, Evolution usw.
    Zuletzt geändert von November; 27.04.2011, 10:54.

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  • ANGEL-OF-PEACE
    antwortet
    Zitat von November Beitrag anzeigen
    Allerdings ist es auch nicht gut, wenn ein Arzt dem Patienten etwas vormacht - was bringt es der erkrankten Person samt deren Angehörigen, wenn der Arzt so tut als sei alles super und tatsächlich sieht es aber ganz anders aus? Wie soll der Arzt dem Patienten die Notwendigkeit einer Behandlung vermitteln, wenn der Patient gar nicht so genau weiß oder gesagt bekommt, was mit ihm los ist? Und wenn der Arzt Dinge in bunten Farben malt, die nicht so sind......dann wird der Patient es früher oder später sowieso merken, dass ihm etwas vorgemacht wurde. Wenn der Arzt dem Patienten nicht ehrlich sagt, was genau los ist, dann nimmt er dem Patienten auch die Chance, vllt. noch bestimmte Dinge zu regeln usw. Wenn der Patient dann doch überlebt - umso besser, das ist doch super!
    Ich bin immer dafür, dass die Wahrheit ausgesprochen wird. Allerdings kennt die Zukunft niemand so genau, auch Ärzte nicht. Ich finde es verantwortungslos einem Patienten zu sagen: Sie haben max. 6 Monate zu leben. Die Wahrheit könnte den Patienten auch schonender erreichen. Ungefähr so:
    Nach bisherigen Erkenntnissen sterben 95% der Betroffene nach ca. XX-Zeit an dieser Krankheit. Der Patient wird die Ernsthaftigkeit seiner Situation auch so erkennen. Es bleibt ihm jedoch ein Fünkchen Hoffnung, denn immerhin 5% haben die gleiche Krankheit besiegt. Was ich ausdrücken möchte ist, es bleibt so dem Patienten selbst überlassen zu resignieren oder an eine alternative Heilungschance zu denken.


    Klar kann es das, wobei nicht alle Medikamente eine Abhängigkeit hervorrufen und jedes wirksame Mittel hat auch Nebenwirkungen - das ist nunmal so. Da geht es darum, den Nutzen gegenüber dem Risiko abzuwägen und bei z.B. Krebserkrankungen ist es leider so, dass man mit harten Mitteln vorgehen muß (und es wird auch laufend weiterentwickelt, so dass es schon Mittel gibt, die feiner ins System eingreifen) - die dann aber auch durchaus helfen können. Diese Mittel können auch ein Freund sein - z.B. für die Leute, denen sie geholfen haben.
    Du sagst es: das ist nunmal so. Da geht es darum, den Nutzen gegenüber dem Risiko abzuwägen

    Das Gleiche gilt für Themen wie Wissenschaft, Physik, Gott, Glaube, Liebe, Mitgefühl und alles andere.

    Hast Du schon mal im Lexikon der Medizin-Skandale geblättert? Ich schon und erspare Dir/Euch den Link.

    Angel-of-Peace, ich konnte in Bradens Vortrag wenig bis keine Wissenschaft erkennen. Und die Quantenphysik - das scheint auf viele Leute geradezu eine magische Anziehungskraft zu haben, aber ich habe die starke Vermutung, dass die Leute, die davon in dieser Form reden (Beweis von Seele, Glauben usw.), wenig bis keine Ahnung haben. Nicht überall wo Quantenphysik drauf steht, ist auch Wissenschaft drin. Es ist traurig, dass soviele Leute darauf reinfallen.
    November, ich möchte in keinster Weise Braden in Schutz nehmen, aber Du sagtest selbst, dass Du nur ein Ausschnitt gesehen hast. Wie kann man sich dann einen fertigen Urteil bilden?

    Zitat von Briànna
    ich bin ehrlich und ernsthaft an dem interessiert, was DU dazu zu sagen hast.
    Ich schrieb schon weiter vorne, dass ich verblüfft über die Übereinstimmung der Endergebnisse zwischen "Über die Wissenschaft zu Gott" und "Die göttliche Matrix" war. Ich habe mir alles vorurteillos angeschaut. Am Ende dachte ich, es könnte so sein (und nicht, es muss so sein!). Ich zitierte mein Nahtoderlebnis - als Antwort auf eine Frage von November. Als ich Deine Kommentare las, war ich zutiefst verletzt und löschte meine zwei Postings.

    1. Ich möchte nichts verkaufen.
    2. Ich preise keine bestimmte Glaubensform an.
    3. Jeder ist frei zu glauben, was er lieber möchte.
    4. Jeder sollte nach seinen eigenen Überzeugungen leben.

    Aber, worüber philosophieren wir denn, wenn am Ende nur eine Meinung zählt?

    Was wirklich zählt ist:

    We're Takin' Over
    We Have The Truth
    This Is The Mission
    To See It Through
    Don't Point Your Finger
    Not Dangerous
    This Is Our Planet
    You're One Of Us

    We're Sendin' Out
    A Major Love
    And This Is Our
    Message To You
    (Message To You)
    The Planets Are Linin' Up
    We're Bringin' Brighter Days
    They're All In Line
    Waitin' For You
    Can't You See...?
    You're Just Another Part Of Me...

    Michael Jackson
    Zuletzt geändert von ANGEL-OF-PEACE; 27.04.2011, 01:08.

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  • Briánna
    antwortet
    ich geh's mal punkt für punkt durch - nicht, weil ich dich zerpflücken will - das liegt mir fern! - sondern damit ich selber nicht vom hundertsten ins tausendste komme...

    ich unterstelle gar nichts in dem, was du schreibst. mein problem ist, DASS du eigentlich nichts schreibst. ich bin ehrlich und ernsthaft an dem interessiert, was DU dazu zu sagen hast.
    ein sehr, sehr guter freund aus meiner jugend ist tiefgläubig - wir führen unglaublich gute gespräche. nun ist sein glaubensmodell das eher tradinionell christliche, aber aber dass nicht das
    einzige auf dieser bunten welt ist, ist klar. und selbst innerhalb eines glaubensmodelles gibt es wiederum unzählige verschiedene wahrnehmungen, ausübungen, weltbilder... was auch immer.


    ich schrieb es weiter vorn schon mal - ich bin nicht gläubig, aber es sind keine leeren worte, wenn ich sage, dass ich glauben zutiefst respketiere. dies ist allerdings für mich an bedingungen
    geknüpft- selbige teilt mein tiefgläubiger freund übrigens mit mir:
    1. glaube ist eine der höchsten persönlichen freiheiten - deshalb steht es jedem frei, ob, wie und woran er glaubt
    2. glaube erhebt nicht über nicht- oder andersgläubige menschen - wer glaubt, ist wegen seines glaubens kein besser mensch. wenn wir "bemessen wollen", wer ein guter mensch ist,
    so ist dies an seinen taten festzumachen und diese sind vom glauben unabhängig, auch, wenn sie von ihm geleitet werden
    3. der persönliche glaube darf niemals zu lasten oder zum schaden anderer sein - populistisch formuliert: wer anders- und ungläubige in die luft sprengt, ist deshalb kein "guter" gläubiger,
    aber in unserem alltag geht es eher um "kleinigkeiten" - materieller gewinn (verkauf von glaubensmodellen, devotionalien, weisheiten, etc)
    4. glaube kann geteilt werden - aber missionieren oder bekehren ist ein no-go, besonders bei menschen in extremsituationen

    ich unterstelle DIR nicht, und zwar nicht im allergeringsten, eine dieser bedingungen berührt zu haben. - weil du selber eigentlich nirgendwo stellung beziehst - es sei denn, die von dir geposteten
    videos und links spiegeln 1:1 deine auffassung von glauben. das aber glaube ich nicht - es passt nämlich nicht.

    ich kann dir nur mein beileid zum tode deiner freundin aus der ferne aussprechen und ich ahne, wie es sich anfühlt.
    im zuge meiner beiden recht gravierenden krankheiten habe ich verschiedene varianten des umganges mit lebensverändernden krankheiten erleben müssen ( ich habe nicht danach geschrien...)
    und der totale rückzug und das "totschweigen" ist nicht so selten. den rückzug habe ich auch gewählt, bei beiden krankheiten. denn in einer solchen situation ( die depression ist einer eher mittelprächtigen
    krebsdiagnose in der persönlichen wahrnehmung nicht so unähnlich) hatte ich - und ich kann nur für mich sprechen - das gefühl, einerseits meine umgebung zu belasten, andererseits auch das gefühl,
    dass nun eh niemand das richtige sagen kann. mitleid hat mich wütend gemacht, mit traurigen blicken habe ich mich auf die krankheit reduziert gefühlt. auch hier parallelen zwischen organischem und
    seelischem krebs ( so nenne ich übrigens meine depressionen): ob dir jemand vermittelt "naja, wer weiß, wie lange du noch hast, ich bin besser nett zu dir" oder ob dir jemand vermittelt "jaja, deine
    wahrnehmung ist ja eh durch die depression gestört, nicht, dass du noch meinetwegen aus dem fenster springst" löst ähnliche gefühle aus.
    eine ärtzliche diagnose auf diesen gebieten ist immer erstmal verstörend - es geht um medizinische fakten und der mensch dahinter fühlt sich auf eben diese diagnose reduziert und: er gerät in eine mehr
    als unangenehme abhängigkeit zu seinem heiler.
    dass ärzte nicht unfehlbar sind, wissen wir alle und dass es vollpfosten gibt, auch. meinen ersten ambulanten therapeuten hätte am liebsten nachträglich erwürgt, meinen ersten halbstationären habe ich in
    die wüste geschickt. den professor bei der morgenvisite auf der krebsstation hätte ich, hätten die kräfte gereicht, am liebsten an ort und stelle totgeschlagen und als warnung für seine kollegen am fahnenmast
    am eingang aufgehängt.
    fakt ist aber, dass ich eine menge großer menschlickeit erlebt habe und gelernt habe, dass diejenigen, die dort arbeiten, ohne innere abgrenzung keine 4 wochen durchhalten könnten.
    bei allem medizinischen wissen um diagnosen und prognosen - der tod kam selten überraschend, war deutlich spürbar, wie angegriffen die mitarbeiter, ob ärzte oder pfleger, waren. und patienten in
    extremsituationen sind auch lebend eine massive, seelische belastung, wenn man täglich mit ihnen zu tun hat. ich habe mich ein halbes jahr später auf "meiner" station entschuldigt... meinen ganzen zorn,
    meine wut, meine hilflosigkeit, meine betteleien um hoffnung - alles das haben sie abbekommen. und das ganze ertragen sie täglich, jahrelang.
    das gleiche gilt übrigens für ärzte, psychologen und pfleger im psychiatrischen bereich. wo einem als patient schon die luft wegbleibt, weil man die geschichte und die gefühle des anderen kaum ertragen kann,
    ist das personal mit heilauftrag und - willen (!) noch mehr strapaziert.
    was ich in beiden situationen erlebt habe, war auch die menschliche seite, wenn man mit einer hoffnungsvollen prognose wieder gehen durfte- echte, ehrliche freude, rührung, auf seiten der menschen in weiß,
    dass es jemand geschafft hat, zumindest vorläufig, dass man im rahmen der eigenen möglichkeiten alles gegeben hatte und es nicht umsonst war.
    ich habe gezwungenermaßen engen kontakt zu ärzten und pflegern gehabt und ich habe dabei viele tolle, starke und hingebungsvolle menschen kennengelernt.
    menschen in echter sorge, menschen die genauso, wie ich selber, zeitweise nur noch an irrationaler hoffnung hingen, wider besseres wissen, menschen, die anderen
    zumindest das sterben erleichterten.

    trotz alledem ist es eine enorme anstrengung und ein kraftakt, sein leben in die hände von anderen legen zu müssen und ich kann nach dieser erfahrung durchaus jeden verstehen, der sagt:
    nein, das will ich nicht ertragen. ich hatte mehr als einmal den impuls, einfach weglaufen zu wollen. wer sich dafür entscheidet, sich dem nicht ausetzen zu wollen ( achtung: das ist keine schwäche!!),
    weiß allerdings auch ganz genau, dass seine umgebung diese entscheidung nicht widerspruchslos akzeptieren wird. insofern ist auch hier ein rückzug/nicht thematisieren nur logisch.
    denn bei aller guter motivation, die im umfeld dahinter steckt - da wird eine eigenverantwortlich gefällte entscheidung, die nur der betroffene selber fällen kann, in zweifel gezogen.
    und beide wege, mit so einer krankheit umzugehen, sind keine leichten oder leichtfertigen.

    und natürlich haben medikamente nebenwirkungen - ich kann davon laute lieder singen, stundelang. tat ich auch zeitweise, meine behandelnden und meine mitpatienten mussten es aushalten.
    natürlich weiß kein mensch, ob und wie lange meine leber und meine nieren klaglos weiterfunktionieren und wer mal den kompletten "smarties"-cocktail, der mengenmäßig fast an eine zwischenmahlzeit
    heranreicht, auf dem nachttisch hatte, der weiß: ein nicht unwesentlicher teil davon ist nur dazu da, die nebenwirkung anderer medikamente abzufangen. mach dir ein medikament zum freund, das dich kotzen
    lässt, bis du glaubst, deinen magen eigenhändig rausreißen zu wollen, das dir die haare ausfallen lässt und dich somit offensichtlich "brandmarkt" - aber es ist nun mal das, was dein leben rettet.
    mach dir strahlen zum freund, die dir das gefühl geben, doch lieber sterben zu wollen, mach dir op's zur überlebensnotwendigkeit, auch wenn du genau weißt, dass du direkt danach noch weniger spaß an deinem
    kleinen scheißrestleben haben wirst....

    ich höre gern anderen zu, die mir etwas zu sagen haben - braden gehört nicht dazu. denn ich sehe die rhetorischen taschenspielertricks. und mit der hoffnung todkranker zu spielen,
    ist für mich mehr als unanständig. als der krebs bei mir entdeckt wurde, hatte ich keinerlei beschwerden - es war eine routineunstersuchung, der ich mir unterzog, weil der weibliche teil
    meiner familie, nachvollziehbar an den frühen toden, vorbelastet ist/war. zu diesem zeitpunkt wurde es aber tatsächlich für mich schon ganz schön eng. wenn ich mir jetzt also überlege,
    dass ich in dieser ausgesprochen knappen situation ( wir reden hier von meinem LEBEN!) zu einer entscheidung hätte genötigt werden sollen ( braden schließt die medizin nämlich durch seine
    argumentation komplett aus), so hätte mich das mit größtmöglicher wahrscheinlichkeit mein leben gekostet. klr, wenn eh keine hoffnung durch die medizin mehr besteht,
    ist das vielleicht ein strohhalm - aber das ist nicht das, was er sagt.
    mr. braden verschweigt uns nämlich, wie oft sowas schief geht. und seine 95% heilungschance, die er da anführt - wo ist sie belegt? wo kann ich sehen, welche krebsart in welchem stadium
    in welchen altergruppen grheilt wurde? was soll ich mit der aussage, der krebs sei bei diesem menschen austherapiert gewesen?
    austherapiert war dieser patient noch lange nicht- zumindest nicht nach den möglichkeiten der medizin - er hatte nämlich seine blase noch ...
    und von metastasen, also der tatsächlichen grenze der medizin, war ausdrücklich nicht die rede, sondern von einem tumor an der blase...
    wieder verdreht braden wissentlich die fakten...

    und diese bewusst verdrehten fakten verkauft ( und nichts anderes tut er, er verkauft!) er als seine universalgültige weisheit (95% heilungschance). und er greift sich aus allen kulturen das passende heraus,
    nimmt es aus dem eigentlichen zusammenhang der ursprünglichen kultur und religion und strickt daraus eine heilsbringende weisheit, die über jeden zweifel erhaben zu sein scheint.
    keine zweifel? wie kommt es dann, dass seine weisheit nicht längst weltumspannend die medizin ersetzt und naturkatastrophen verhindert? weil soviele ungläubig sind? werden diese dann
    also bestraft?
    sein beispiel von der vertriebenen dürre in australien impliziert genau das: wer nicht daran glaubt, dass dies eine folge universelle liebe sei, stellt 1. ein belegbares wetterphänomen in frage
    ( es kam ja schließlich in den nachrichten...) und 2. durfte in den fluten absaufen. denn der liebend-glaubende muss ja zwingend nutznießer dieser katastrophe gewesen sein. nimmt allumfassende,
    universelle liebe also tod und not in kauf? oder tut dies vielleicht doch mr. braden, indem er diese als sein werk verkauft?
    wie kann ein mensch derart selbstherrlich sein, so eine naturgewalt mit seinen folgen als sein werk verkaufen zu wollen?
    und das ist der gleiche mensch, der verbreitet, man könne krebs mit einer 95%-igen heilungschance ( belege?!) ohne medizinsche unterstützung heilen...
    der gleiche mensch, der mit diesen aussagen bücher und seminare für ein heiden(!)geld verkauft, offensichtlich ohne dabei im geringsten die verantwortung für seine taten zu
    übernehmen. denn jeder tote der umweltkatastrophe in australien ginge ja auf seine kosten...
    was ist das für ein seelischer führer, der tod und not anderer in kauf nimnt, was ist das für ein glaube, der offensichtlich bauernopfer akzeptiert?

    es geht mir zudem genauso, wie november - wissenschaft erkenne ich keine. ich sehe allerdings die negierung der bisherigen, klassischen wissenschaften.
    und sosehr uns die nebenwirkungen von moderner medizin auch abschrecken mögen - es ist belegbar, dass ebendiese uns ein längeres und gesünderes,
    oder zumindest beschwerdefreieres leben ermöglicht. sie kann keine wunder vollbringen, aber diesen anspruch hat sie auch gar nicht. rechtfertigt der wunsch nach
    wundern aber die inkaufnahme von negierung anderer möglichkeiten, die zumindest mal belegbar sind?
    das erschreckende an dem, was er verbreitet ist, dass er widersprüche über widersprüche liefert. wer den text mal unvoreingenommen liest, darf sich wundern:
    die biologie wird zwar als wissenschaft vollständig negiert - aber darf kurz darauf als belege für die eigenen thesen herhalten. denn woher kommt die erkenntnis,
    dass wir übethaupt eine dns haben? woher wissen wir, wie enzyme, hormone ( es ist ausdrücklich von adrenalin und seiner aufgabe und wirkung die rede...)
    uns steuern? welcher wissenschaft verdanken wir das wissen um den fluchtreflex und seinem ablauf?
    ichhoffe, ich konnte mit meinem sehr lange posting verdeutlichen, warum mich ein mr.braden und seine konsorten so sauer machen.

    ich richte nicht über glauben - ich richte über mr.braden.... das sind zwei ganz, ganz verschiedene paar schuhe.

    du siehst, ich gebe mir größte mühe, dir zu folgen. und ich schreibe dir, was ich in dieser sache wahrnehme. ein austausch auf augenhöhe, ohne das heranzitieren
    anderer, wäre das, was ich mir wünschen würde.
    Zuletzt geändert von Briánna; 26.04.2011, 12:54.

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  • November
    antwortet
    Zitat von ANGEL-OF-PEACE Beitrag anzeigen
    Nun melde ich mich doch wieder zu Wort. Es geht leider darum, dass ich missverstanden werde. Egal was ich schreibe, wird eine Intention dahinter vermutet, die Eurer Meinung nach auch noch negativ zu sein hat. Keine Ahnung warum.
    Ihr interpretiert Sachen in meinen Zeilen, die ich nie so geschrieben oder so gemeint habe.
    Also ich vermute keine negative Intention in Deinen Zeilen, aber in den Worten von Gregg Braden sehe ich vieles, was so nicht stimmt und ich vermute eine nicht ganz uneigennützige Intention bei ihm.
    Neulich las ich zufällig irgendwo im Internet, dass die Bedeutung des Wortes "Guru" in etwa "Vertreiber der Verblendung/Unwissenheit" ist. Jedoch sehe/höre und lese ich bei diesen Leuten oftmals, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Die Wissenschaften werden vedreht, so dass es in das Bild dieser Menschen bzw. deren Botschaft passt. Und ich unterstelle diesen "Gurus" auch ein starken Geltungsdrang. Oftmals schwimmen sie in Eigenlob und dieser Geltungsdrang ist - ebenso wie der marktwirtschaftliche Aspekt dahinter - ein Beispiel für die menschliche Gier. Oder auch das Gefühl, "Macht" zu haben - so etwas schwingt da auch oft mit, denke ich. Davon sind auch und insbesondere diese Gurus nicht frei.



    Nein, meiner Freundin wurden keinerlei Versprechungen gemacht! Sie sprach mit niemanden über ihre Krankheit, auch nicht mit ihrer Familie. Sie hat sich nichts anmerken lassen, außer dass sie weniger Unternehmungslust zeigte, was sie mit den Symptomen der Wechseljahre begründete. Plötzlich war sie tot.
    Das könnte als Grund gehabt haben, dass Deine Freundin vllt. sich selbst gegenüber die Krankheit auf diese Weise "fern" halten wollte - indem sie mit niemandem darüber gesprochen hat, so hat sie es vermieden sich auch damit zu beschäftigen, also eine Art Verdrängungstaktik. Und/oder sie wollte Familie und Freunde nicht damit belasten - vllt. zum Teil auch, weil sie ganz normal von ihnen behandelt werden wollte. Es gibt Leute, die dann auf Abstand gehen, wenn jemand eine schwere Erkrankung hat oder aber Leute, die eine Art "Helfersyndrom" entwickeln, was erdrückend und belastend für die erkrankte Person sein kann. Vielleicht wußte sie auch einfach, dass man ihr nicht wird helfen können und hat versucht sich damit abzufinden und wollte tatsächlich niemanden damit konfrontieren und solange wie möglich ihr gewohntes Leben aufrechtehalten.



    Ich glaube dem Arzt im weißen Kittel schon längst nicht mehr alles, auch wenn er in Besitz einer staatlichen Anerkennung ist. Gerade in solchen Krebsfällen sind es doch gerade sie, die dem Patienten jegliche Hoffnung auf Leben rauben. Zumindest ist mir ein Fall im Freundeskreis bekannt. Diese Person hätte angeblich max. 6 Monate zu leben gehabt. Dieser Krebs wurde aber besiegt.
    Es gibt in jedem Beruf menschliche Nieten. Bei Ärzten, genauso aber auch bei Postboten, Lehrern und Krankenschwestern usw. Allerdings ist es auch nicht gut, wenn ein Arzt dem Patienten etwas vormacht - was bringt es der erkrankten Person samt deren Angehörigen, wenn der Arzt so tut als sei alles super und tatsächlich sieht es aber ganz anders aus? Wie soll der Arzt dem Patienten die Notwendigkeit einer Behandlung vermitteln, wenn der Patient gar nicht so genau weiß oder gesagt bekommt, was mit ihm los ist? Und wenn der Arzt Dinge in bunten Farben malt, die nicht so sind......dann wird der Patient es früher oder später sowieso merken, dass ihm etwas vorgemacht wurde. Wenn der Arzt dem Patienten nicht ehrlich sagt, was genau los ist, dann nimmt er dem Patienten auch die Chance, vllt. noch bestimmte Dinge zu regeln usw. Wenn der Patient dann doch überlebt - umso besser, das ist doch super!



    Auch Ihr wisst genauso wie ich, dass alle Medikamente Nebenwirkungen haben und zusätzliche Krankheiten und Abhängigkeiten hervorrufen können.
    Klar kann es das, wobei nicht alle Medikamente eine Abhängigkeit hervorrufen und jedes wirksame Mittel hat auch Nebenwirkungen - das ist nunmal so. Da geht es darum, den Nutzen gegenüber dem Risiko abzuwägen und bei z.B. Krebserkrankungen ist es leider so, dass man mit harten Mitteln vorgehen muß (und es wird auch laufend weiterentwickelt, so dass es schon Mittel gibt, die feiner ins System eingreifen) - die dann aber auch durchaus helfen können. Diese Mittel können auch ein Freund sein - z.B. für die Leute, denen sie geholfen haben.



    Es geht aber um Forschung, Wissenschaft, Quantenphysik, die kostenlos zur freien Verfügung stehen. Ich fand die Videos sehr interessant und auch, dass sie gut zum Thema passen, darum wollte ich sie mit Euch teilen.
    Angel-of-Peace, ich konnte in Bradens Vortrag wenig bis keine Wissenschaft erkennen. Und die Quantenphysik - das scheint auf viele Leute geradezu eine magische Anziehungskraft zu haben, aber ich habe die starke Vermutung, dass die Leute, die davon in dieser Form reden (Beweis von Seele, Glauben usw.), wenig bis keine Ahnung haben. Nicht überall wo Quantenphysik drauf steht, ist auch Wissenschaft drin. Es ist traurig, dass soviele Leute darauf reinfallen.
    Zuletzt geändert von November; 26.04.2011, 10:56.

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