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  • Hazel63
    antwortet
    Zitat von rip.michael Beitrag anzeigen
    I.S. hass überwinden, kann ich ihm gedanklich voll folgen ... theoretisch zumindest ..

    Hass als direkter gegenspieler der liebe ...
    Es ist m.E. kein schlechter ansatz, den hass in die schranken zu weisen und der liebe und achtung freie fahrt zu geben.
    Und dies gilt dann aber leider nur für den männlichen Teil der Weltbevölkerung? Wie der gute Herr Friedensnobelpreisträger und die Seinen diesen Hass überwinden, lässt sich mühelos für alle nachlesen. Das alles geboren aus gesellschaftlichen Strukturen, die denen des Kastensystems ähneln und auf Sklaventum fußen. Gegen all das wofür er steht, ist der Vatikan ein durch und durch demokratisierter, völlig transparenter, weltoffener und toleranter Trachtenverein.

    LG
    Hazel

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  • rip.michael
    antwortet
    Hazel, kann sein, dass ich i.s. D.L. und wie es um seine liebe zu frauen steht, eine informationslücke habe.

    Aber ... warum sollte der D.L. in diesem punkt (oder in weiteren anderen) nicht fehlbar sein ?
    Ein mensch, keine gottheit und über alles erhaben.
    I.S. hass überwinden, kann ich ihm gedanklich voll folgen ... theoretisch zumindest ..

    Hass als direkter gegenspieler der liebe ...
    Es ist m.E. kein schlechter ansatz, den hass in die schranken zu weisen und der liebe und achtung freie fahrt zu geben.

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  • Hazel63
    antwortet
    Der Dalai Lama? Unfassbar, dass nun ausgerechnet dieser Mensch herangezogen wird, wenn über die Liebe philosophiert wird. Macht euch doch einmal kundig, wie lieb der die Frauen hat. Ich erspare mir Ausführungen, weil ich diesem Menschen nicht zu viel Raum geben möchte. Alles Nötige über die Liebe lässt sich dem Neuen Testament entnehmen, auch Jesus wusste schon, dass die menschliche Liebe egoistisch ist und sich an Bedingungen knüpft.

    LG

    Hazel

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  • rip.michael
    antwortet
    ... vielleicht darf liebe so dreist (... und so frei sein) ... sie schwächt oder reduziert in ihrer ungebundenheit Wohlwollen, Zuneigung, Respekt nicht auf ein umgängliches mass ... wie wir es vielleicht gerne hätten, weils fassbarer scheint, als das grosse ding liebe, zumal die bedingungslose liebe ...

    Das erinnert mich an einen, der schrieb: Liebe ist wie Seife im Bad. Packt man sie zu fest, flutscht sie einem davon ...
    An dem festgepinnt, ist wohlwollen, zuneigung, respekt weit weniger 'flutschig' und und erscheint eher fassbar ..
    Gleichzeitig stellt das aber bedingungen an die liebe und macht zugeständnisse ...

    Sind so meine gedanken dazu ...
    Zuletzt geändert von rip.michael; 20.05.2012, 12:35.

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  • November
    antwortet
    Hallo,

    ich komme noch immer nicht davon weg, dass Liebe nicht so ganz der passende Begriff ist, für das, was hier angesprochen wird. Jedenfalls für mich ist dieses Wort in diesen Zusammenhängen zu stark (spreche aber niemandem ab, dass er oder sie das Wort richtig angewandt findet - vermutlich meinen sowieso alle etwas ähnliches).

    Hier ist ein Zitat aus einem Buch von jemandem, der das was ich dazu denke und empfinde sehr präzise (wenn auch vllt. in Teilen etwas "krass" und mag daher nicht jedermanns/-fraus Geschmack sein) auf den Punkt bringt:


    Selbstverständlich: Mein schlichter Anteil - wenn er denn gelänge - bliebe nur ein Rotz im Wind, wenn nicht andere ebenfalls das Bedürfnis verspürten, ihren wuchernden Egoismus zu zügeln. Ein wenig. Nicht mehr. Mit Aufrufen zur Liebe will ich jeden verschonen. Was für ein Scheíßwort. Kennt jemand ein anderes, das gleich oft erniedrigt wurde? Nehmen wir lieber Wörter wie "Wohlwollen, wie "Zuneigung", wie "Respekt", die schwingen unaufdringlicher, scheuer, nicht so aufgeblasen und dreist wie "Liebe".

    Das Zitat stammt aus einem Buch von Andreas Altmann (nicht aus dem vllt. bekannten "Scheißlebenbuch", welches ich bisher nicht gelesen habe).


    Tja, das trifft meinen Standpunkt ziemlich genau.

    Nur meine Ansicht zum Thema "(bedingungslose) Liebe".

    .....und "Weitermachen", wenn ich @Billy zitieren darf.

    Liebe Grüße,
    November
    Zuletzt geändert von November; 20.05.2012, 11:36.

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  • rip.michael
    antwortet
    Zitat von Flocke Beitrag anzeigen
    Den letzten Teil deines Beitrags seh ich anders, Mysterious.
    Liebe brauch keinerlei aeussere Bedingungen. Ganz im Gegenteil, wie ich finde. Die Liebe schafft diese Bedingungen eher.
    Moechte dazu einmal den Dalai Lama zitieren:

    Immer, wenn ich einem Menschen begegne, und sei er auch ein "Fremder", ist es die gleiche Empfindung: Wieder begegne ich hier einem Angehörigen unserer menschlichen Familie. Meine Liebe zu allen Lebewesen, meine Hochachtung vor ihnen, sind stetig gewachsen. Und ich fühle den Wunsch in mir, etwas zu tun für den Frieden in der Welt. Ich bete, dass die Menschen dieser Erde freundlicher miteinander umgehen mögen, voll gegenseitiger Liebe und Anteilnahme. Und ich richte diese Worte an alle, die das Leiden in der Welt verringern wollen und deren tiefster Wunsch es ist, ein Glück zu finden, das von Dauer ist.
    [Dalai Lama 1985]

    Trotz der abscheulichen Verbrechen, die die Chinesen in unserem Land begangen haben, hege ich in meinem Herzen nicht den geringsten Haß gegen das chinesische Volk.

    Gewaltlosigkeit ist der einzige Weg, auf dem wir ein gewisses Maß an Freiheit zurückgewinnen können, vielleicht auch erst nach Jahren der Geduld.
    [Dalai Lama 1992]

    Keinen Hass zu empfinden, ist fuer mich in diesem Fall jene bedingungslose Liebe zu allen Lebewesen, zu der wohl nur wenige faehig sind.
    Liebe Flocke, danke für das einbringen der Dalai Lama zitate.

    Dieser heilige mann hat meine allergrösste hochachtung und sympathie. Genauso alt wie ich bin, genauso viele jahre sind seit seiner abenteuerlichen flucht aus Tibet vergangen. Viele landsmänner- und frauen folgten ihm in ein land und einen landstrich, der nicht unterschiedlicher von den rein klimatischen bedingungen sein könnte. Viele hochlandtibeter fielen, wenn nicht auf der flucht, so doch im exil den bedingungen und für sie unabwendbaren krankheiten zum opfer. Viel leid geschah in der vergangenheit und in der gegenwart in Tibet und doch sagt dieser mann, dass in ihm kein hass wachsen konnte. Nie hat er sich denen verweigert, die seine tibetische heimat unterjochten und die menschen mit. Immer gesprächsbereit ohne widerwilligkeit oder persönliche abwehr an den tag zu legen.
    Vor ein paar jahren hörte ich ihn in D sprechen ... alt und müde wirkte er, seine sprache seltsam verschwommen ... vielleicht war's auch nur jetlag .. Doch seine worte waren klar und unerschütterlich und die botschaft des friedens deutlich - hass ist das letzte, was auf den weg des friedens führt.
    Es war wohl ein lebenslanger weg des Dalai Lama, zu der tiefen und tragenden erkenntnis zu kommen, dass hass keine chance haben darf, dass nicht der hass die bedingungen schafft (.. und alles, was damit einher geht ... neid, eifersucht, gier, hochmut ... hinterfotzigkeit ..) .. sondern die liebe die stärkere kraft ist.
    Sein spiritueller weg zu dieser erkenntnis ist wohl einer der wichtigsten überhaupt ...
    Ich las einmal irgendwo biografisches, wo der D.L. den harten immer wieder niederringenden inneren kampf schildert, den hass zu überwinden, ihm einfach keinen boden zu gewähren. Und vor allem, im frieden mit sich selbst zu bleiben - jede seiner entscheidungen und die auswirkungen nach innen und aussen akzeptierend. Sehr beeindruckend - gerade durch die inneren zweifel und die zerwürfnisse deswegen und der teil der gedanken, der immer wieder 'bedingungen' / abhängigkeiten schaffen will. Ein steiniger, aber sehr aussichtsreicher weg ... er strahlt aus, dass er diesen weg gerne gegangen ist und immer noch geht ...

    Ich denke, 'die menschheit' / der einzelne als individuum ist noch nicht soweit.
    Wer könnte schon von sich in aller ehrlichkeit und offenheit behaupten, dass alles was hass bedeutet, fremd ist im inneren ... oder eine der andern, bedingungen schaffenden menschlichen regungen.

    Du schriebst in deinem einleitenden satz: liebe schafft die bedingungen ...
    Ich denke, in diesem entwicklungsstatus sind wir augenblicklich noch und es passt zu dem, was ich weiter vorne schrieb, zit:
    Ich bin überzeugt, die bedingungslose liebe würde völlig neue dimensionen des zusammenlebens erbringen.
    Vielleicht müssen wirklich erst alle kriege, aller hass und alle scheusslichkeiten ausgelebt werden bis zur erschöpfung bevor die belohnende erkenntnis überhaupt platz finden wird, dass liebe und achtung, vertrauen und verzeihen das grösste sind.


    Liebe Mysterious,

    Zit Mys ..
    Diese Liebe ist aber das IDEAL, sozusagen die absolute Vervollkommnung dessen was Liebe sein kann, weil sie von ANBEGINN so ideal war, ohne Lernprozesse, sie war nach meiner Vorstellung von Anfang an ideal und kennt es nicht anders.
    Leichter ist es sicherlich sich diese ideale Liebe personifiziert vorzustellen. ...
    Liebe ist das IDEAL, so sehe ich das auch ... sie war immer bedingungslos da, als göttlicher funke, wenn man so will, der manche menschen sehr viel heller erstrahlen lässt, als andere ... was nicht heissen soll, dass die einen 'besser und die anderen 'schlechter' sind und weniger beachtenswert. Dieser göttliche funke macht auch nicht zu einem religiösen sonderling, der nur im und durch den glauben an eine göttliche macht erstrahlt.
    Die liebe und im besonderen die allumfassende, ist uns allen in die seele und ins herz gelegt. Wir sind verwalter und vermehrer (im bestfall) ihrer und es ist unsere innere frei entscheidung, welche grenzen wir aufbauen, wie tief wir 'loch' graben und einen schützenden deckel drüber legen, um diese liebe hüten und bewahren zu wollen. Love needs expression .. bekennt Michael in 'She's out of my life' ...
    Das könnte sich sowohl auf eine einzelne, ganz besondere person beziehen, als auch auf die gesamtsicht auf die mitmenschlichkeit ...
    Ich glaube, das ist eine der wichtigen positiven bedingungen, die freilich anforderungen stellt, liebe ausdruck zu verleihen ... so, dass sie ein anderer als diese erkennt.
    Michael ist für mich in dieser sache ein wichtiger und liebevoller botschafter und ich danke ihm von herzen sehr, dass in meinem inneren an einer bestimmten stelle etwas freigeschaufelt wurde, was da war, aber nicht sichtbar sein konnte.
    Leider hat das freischaufeln es so an sich, dass der 'aushub' ja wieder irgendwo hin muss ... es wird also eine lebensaufgabe bleiben, sich irgendwann vollkommen freizuschaufeln ... richtig arbeit ...

    ... Denn Leben kann nur durch Liebe entstehen, Liebe ist ein Ja zum Leben, zum Wachsen und nicht zum Stillstand.

    Aber dennoch muss auch die Liebe (Gott) die physikalischen Gesetze, die Hürden nehmen und die sind scheinbar nicht immer leicht zu nehmen.

    Wie heißt es so schön, der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach. ...
    *Doppeltunddreifachunterschreibt* liebe Mysterious!
    Besonderes letztes in demut erkennen, ohne sich selbst zu erniedrigen ... alle entscheidungen akzeptieren ... bei sich selbst und anderen ...

    Ich finde mich in vielem wieder, was ihr als gedanken hiergelassen habt. Neue anknüpfpunkte sind dabei ... die gedanken werden auf wanderschaft gehen ..
    Danke euch dreien dafür ..

    Ich werd mich jetzt der sehr fried- und freudvollen tätigkeit hingeben, meinen tomatenpflanzen einen heimat auf zeit zu geben ...

    Allen einen schönen SO!
    Zuletzt geändert von rip.michael; 20.05.2012, 12:25. Grund: ergänzungergänzung

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  • Mysterious
    antwortet
    [QUOTE=Apfelfee;511503]Liebe Mysterious



    Warum er Liebe WILL und sehnsucht danach hat könnte sein weil wir Menschen immer noch glauben, wir selbst sind getrennt von der Liebe . Das wir meinen das wir in einen anderen die Liebe finden die wir eigendlich in uns tragen? Wir fühlen uns leer ohne einen anderen Menschen der uns liebt und uns das auch im überfluss zeigt , nur dann fühlen wir uns geliebt !!!!Ist der Mensch weg , oder gibt uns weniger Liebe fühlen wir uns ungeliebt / getrennt / ohne LIebe ...Liebe und Gott ist für mich ein Begriff , es ist für mich austauschbar Ich glaube an die Wahrheit das Gott , in uns ist und durch uns wirken kann und somit wir genau das sein könnten :

    /QUOTE]

    Liebe Apfelfee,

    dann sind wir mit unseren Vorstellungen doch gar nicht weit voneinander entfernt.

    Denn mit meiner Frage nach dem WARUM wollen wir Liebe und warum haben wir SEHSUCHT nach Liebe wollte ich nur darlegen, dass es für mich persönlich ein Beweis ist, das etwas von Anbeginn des Universums existiert, dass Gott ist, Gott ist Liebe und Liebe ist somit der Anstoß, der das Universum zum Leben erweckt hat.

    Wenn die bisher schlüssigste Theorie des Urknalls in der Physik stimmt, kann ich mir diesen Urknall sinnbildlich so vorstellen, dass Gott (die Kraft der Liebe) sozusagen VOR LAUTER LIEBE GEPLATZT ist, weil sie nicht mehr in Ruhe, sinnlos und nutzlos am Nullpunkt verharren wollte, sondern sie wollte RAUS und endlich ihrer Bestimmung gerecht werden und sich mehren, ausweiten und wachsen.

    Denn Leben kann nur durch Liebe entstehen, Liebe ist ein Ja zum Leben, zum Wachsen und nicht zum Stillstand.

    Aber dennoch muss auch die Liebe (Gott) die physikalischen Gesetze, die Hürden nehmen und die sind scheinbar nicht immer leicht zu nehmen.

    Wie heißt es so schön, der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach.

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  • Flocke
    antwortet
    In seinem Zitat von 1985 spricht er alle an. Alle 7 Milliarden.
    Jeder ist sein eigenes Geruest, das zur "Tragfaehigkeit" unserer Gemeinschaft beitragen kann. Jeder Mensch in jedem Moment.
    Zuletzt geändert von Flocke; 20.05.2012, 10:50. Grund: vertippt nochmal...

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  • Mysterious
    antwortet
    Zitat von Flocke Beitrag anzeigen
    Den letzten Teil deines Beitrags seh ich anders, Mysterious.
    Liebe brauch keinerlei aeussere Bedingungen. Ganz im Gegenteil, wie ich finde. Die Liebe schafft diese Bedingungen eher.
    Moechte dazu einmal den Dalai Lama zitieren:

    Immer, wenn ich einem Menschen begegne, und sei er auch ein "Fremder", ist es die gleiche Empfindung: Wieder begegne ich hier einem Angehörigen unserer menschlichen Familie. Meine Liebe zu allen Lebewesen, meine Hochachtung vor ihnen, sind stetig gewachsen. Und ich fühle den Wunsch in mir, etwas zu tun für den Frieden in der Welt. Ich bete, dass die Menschen dieser Erde freundlicher miteinander umgehen mögen, voll gegenseitiger Liebe und Anteilnahme. Und ich richte diese Worte an alle, die das Leiden in der Welt verringern wollen und deren tiefster Wunsch es ist, ein Glück zu finden, das von Dauer ist.
    [Dalai Lama 1985]

    Trotz der abscheulichen Verbrechen, die die Chinesen in unserem Land begangen haben, hege ich in meinem Herzen nicht den geringsten Haß gegen das chinesische Volk.

    Gewaltlosigkeit ist der einzige Weg, auf dem wir ein gewisses Maß an Freiheit zurückgewinnen können, vielleicht auch erst nach Jahren der Geduld.
    [Dalai Lama 1992]

    Keinen Hass zu empfinden, ist fuer mich in diesem Fall jene bedingungslose Liebe zu allen Lebewesen, zu der wohl nur wenige faehig sind.
    Hallo Flocke,

    Aber wäre dann der Dalai Lama nicht ein hervorragendes Beispiel für "ein Gerüst" in dem sich besonders viel Liebe einnisten konnte ?
    Wenn man sich vorstellt alle 7 Milliarden Menschen würden der Liebe solch ein Gerüst bieten wie z. B. Dalai Lama, wie unglaublich tragfähig wäre das Gerüst in dem Liebe wirken könnte.
    Ist es nicht so, je umspannender und länger Liebe wirken kann, desto größer sind ihre positiven Auswirkungen.

    Dalai Lama empfindet keinen Hass für das was die Chinesen dem tibetischen Volk angetan haben. Das ist richtig und gut. Das ist Liebe, weil Liebe auch Vergeben und Verzeihen beinhaltet.

    Aber in den MOMENTEN, in den Zeiträumen als z. B. die Chinesen Greueltaten an den Tibetern begangen haben, hatte die Liebe da Möglichkeiten sich einzunisten ? KONNTE sie da wirken ?
    Muss Liebe dann nicht in den entscheidenden Momenten einen Durchlass finden ? In solchen Momenten, Epochen, Phasen, Tagen und Stunden, wo der Mensch sich selbst, den Tieren der Natur Leid antut, scheint doch irgend etwas zusammen zu brechen, was der Liebe ihre Tragfähigkeit raubt ?

    Deswegen kann ich mit Deiner Aussage absolut übereinstimmen, keinen Hass zu empfinden.
    Hass ist z. B. ein "Gerüst" in dem Liebe kaum oder gar nicht wirken kann.

    Die Liebe stellt keine Bedingungen, das ist richtig, aber ihre positiven Wirkungen sind sichtbarer, wo sie auch DURCHLASS findet.
    Der Durchlass ist da leichter wo kein Hass, keine Zweifel, keine Ängste vorhanden sind.

    Das meinte ich mit äußeren Bedingungen und ein Gerüst schaffen, in dem sich Liebe DAUERHAFT einnisten und WIRKEN kann.

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  • Apfelfee
    antwortet
    Liebe Mysterious

    Für mich persönlich ist nicht die entscheidende Frage WAS IST LIEBE, sondern vielmehr die Frage WARUM WILL der Mensch Liebe und WARUM besteht die SEHNSUCHT nach Liebe ?
    Warum will der Mensch etwas, warum sehnt sich der Mensch mit dem ersten Atemzug nach etwas, das auf rein physikalischer Ebene nicht messbar und beweisbar ist.
    Warum er Liebe WILL und sehnsucht danach hat könnte sein weil wir Menschen immer noch glauben, wir selbst sind getrennt von der Liebe . Das wir meinen das wir in einen anderen die Liebe finden die wir eigendlich in uns tragen? Wir fühlen uns leer ohne einen anderen Menschen der uns liebt und uns das auch im überfluss zeigt , nur dann fühlen wir uns geliebt !!!!Ist der Mensch weg , oder gibt uns weniger Liebe fühlen wir uns ungeliebt / getrennt / ohne LIebe ...Liebe und Gott ist für mich ein Begriff , es ist für mich austauschbar Ich glaube an die Wahrheit das Gott , in uns ist und durch uns wirken kann und somit wir genau das sein könnten :

    Dann sähe man einen Menschen, der einfach nur rund um die Uhr dasteht, seine Arme kreisen lässt, die Liebesfunken versprühen. Tag und Nacht, unaufhörlich ,unsterblich Generation um Generation überlebend bis in die Unendlichkeit.
    Das ist für mich die Urkraft, Gott, die Schöpfungsenergie oder wie man es immer ausdrücken möchte.


    ich finde du hast das so schön beschrieben , und so stelle ich mir das für uns vor, das wir Menschen erkennen das wir , unendlich viel Liebe in uns tragen.
    Ich weiß es ist sehr sehr naiv an sowas zu glauben , aber Gott und wir sind eins , er hat uns nach Seinen Abbild erschaffen das bedeutet für mich wir sind geschöpfte und schöpfer und wenn wir uns alle daran erinnern würden / könnten wer wir wirklich sind ....
    Ich weiß es ist bestimmt arg zum kopfschütteln was ich hier schreibe ...

    Wir haben aber eben nach meiner persönlichen Überzeugung nur einen kleinen Funken von diesem großen allumspannenden Ideal in uns.
    Und ich glaube, wir denken nur das wir kleine Funken in uns tragen ! Aber in wirklichkeit sind wir ein riesiger Funke ....weil wir Liebe sind eins mit Gott sowas wie eine Trennung von Gott / Liebe in uns gibt es nicht auch wenn wir es oft so fühlen aber das könne eine Ilussion sein .


    ich wollte noch was zu bedürfnissen schreiben :
    Und ich finde es nicht schlimm , besser gesagt ich finde Bedürfnisse können und dürfen sein , es kommt nur daruf an wir man mit ihnen umgeht und wie man reagiert wenn sie nicht von jemand erfüllt werden . Ebenso sind Erwartungen einfach Menschlich , aber auch da wie sehr lass ich andere sie spüren und was laß ich den anderen spüren wenn sie nicht erfüllt werden.
    Es ist immer ein " bewusst" sein ob der andere für mein Glück/ meine Bedürfnisse / Erwartungen verantwortlich ist ...oder ob ich noch eine andere Wahl habe mit all dem umzugehen ...
    Zuletzt geändert von Apfelfee; 20.05.2012, 09:12.

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  • Flocke
    antwortet
    Den letzten Teil deines Beitrags seh ich anders, Mysterious.
    Liebe brauch keinerlei aeussere Bedingungen. Ganz im Gegenteil, wie ich finde. Die Liebe schafft diese Bedingungen eher.
    Moechte dazu einmal den Dalai Lama zitieren:

    Immer, wenn ich einem Menschen begegne, und sei er auch ein "Fremder", ist es die gleiche Empfindung: Wieder begegne ich hier einem Angehörigen unserer menschlichen Familie. Meine Liebe zu allen Lebewesen, meine Hochachtung vor ihnen, sind stetig gewachsen. Und ich fühle den Wunsch in mir, etwas zu tun für den Frieden in der Welt. Ich bete, dass die Menschen dieser Erde freundlicher miteinander umgehen mögen, voll gegenseitiger Liebe und Anteilnahme. Und ich richte diese Worte an alle, die das Leiden in der Welt verringern wollen und deren tiefster Wunsch es ist, ein Glück zu finden, das von Dauer ist.
    [Dalai Lama 1985]

    Trotz der abscheulichen Verbrechen, die die Chinesen in unserem Land begangen haben, hege ich in meinem Herzen nicht den geringsten Haß gegen das chinesische Volk.

    Gewaltlosigkeit ist der einzige Weg, auf dem wir ein gewisses Maß an Freiheit zurückgewinnen können, vielleicht auch erst nach Jahren der Geduld.
    [Dalai Lama 1992]

    Keinen Hass zu empfinden, ist fuer mich in diesem Fall jene bedingungslose Liebe zu allen Lebewesen, zu der wohl nur wenige faehig sind.
    Zuletzt geändert von Flocke; 20.05.2012, 08:29.

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  • Mysterious
    antwortet
    Hallo Ihr Lieben,

    Liebe ist ein so großes Wort und wenn es dann noch um die Frage der bedingungslosen Liebe geht wird es noch schwieriger und komplizierter.

    Für mich persönlich ist nicht die entscheidende Frage WAS IST LIEBE, sondern vielmehr die Frage WARUM WILL der Mensch Liebe und WARUM besteht die SEHNSUCHT nach Liebe ?
    Warum will der Mensch etwas, warum sehnt sich der Mensch mit dem ersten Atemzug nach etwas, das auf rein physikalischer Ebene nicht messbar und beweisbar ist.

    Denn das macht deutlich, das DIESE Fragestellung genauso elementar ist, wie die Frage nach dem Ursprung, dem Anfang des Lebens.

    Nach REIN evolutionären Gesichtspunkten müssten wir zufrieden und glücklich leben können, wenn im Idealfall alle äußeren Bedingungen stimmig wären.
    Wenn JEDER ein Dach über dem Kopf hätte, wärmende Kleidung, genug Nahrung, sinnvolle Beschäftigungen die unsere geistigen Fähigkeiten beanspruchen, soziale Kontakte, keine Unsicherheiten durch Kriege und eine intakte Natur.
    Das wären nach evolutionären Gesichtspunkten ideale Voraussetzungen für ein gutes Leben.

    Aber würde der Mensch trotz aller dieser idealen Voraussetzungen, die die Evolution im Idealfall und mit Hilfe des Menschen geschaffen hat, ohne Liebe leben wollen, können ???

    Meine Antwort wäre NEIN, die Evolution kann uns noch so ideale Bedingungen schaffen, der Mensch kann sich noch so ideale äußere Lebensbedingungen schaffen, wir werden immer den Wunsch und die Sehnsucht nach Liebe haben.

    Aber warum drängt sich dann diese Sehnsucht, dieser Wunsch in unser Leben, warum ist dieser Wunsch, diese Sehnsucht danach es vom ersten Atemzug den der Mensch macht, vorhanden.

    Zu meinen persönlichen Rückschlüssen gehört deshalb, das Liebe eine URKRAFT sein muss, eine physikalische Konstante, für die die Wissenschaft NOCH keinen Beweis, keine Formel hat.

    Die Sehnsucht, der Wunsch nach Liebe ist die ERINNERUNG, eine Art Code, den wir alle IN UNS tragen, das die LEBENSKRAFT, der FUNKE leben ZU WOLLEN, den WUNSCH haben zu leben kann nur der Urkraft, DER LIEBE entspringen.

    Die Liebe ist für mich persönlich dann folgerichtig als religiös-spirituell denkender und fühlender Mensch, der göttliche Funke, eine bisher nicht beweisbare Konstante im kosmischen Geschehen, die zumindest durch den Urknall den ANSTOß zur evolutionären Entwicklung, somit zur Entwicklung zum Leben geliefert hat.

    Zur Frage ob bedingungslose Liebe möglich ist ?

    Nach meinem Verständnis und meinen persönlichen Rückschlüssen für mein Leben GIBT die Liebe als eigenständige Kraft bedingungslos, da sie in meiner Vorstellung, nur dieses eine Ziel, diese Aufgabe hat.
    Sich auszuweiten, zu wachsen, zu gedeihen, Leben zu schaffen und zu erhalten, alles IMMER DEM LEBEN ZUGEWANDT; IMMER MIT EINEM JA DEM LEBEN ZUGEWANDT.

    Diese Liebe ist aber das IDEAL, sozusagen die absolute Vervollkommnung dessen was Liebe sein kann, weil sie von ANBEGINN so ideal war, ohne Lernprozesse, sie war nach meiner Vorstellung von Anfang an ideal und kennt es nicht anders.
    Leichter ist es sicherlich sich diese ideale Liebe personifiziert vorzustellen.

    Dann sähe man einen Menschen, der einfach nur rund um die Uhr dasteht, seine Arme kreisen lässt, die Liebesfunken versprühen. Tag und Nacht, unaufhörlich ohne andere Bedürfnisse zu haben und unsterblich, Generation um Generation überlebend bis in die Unendlichkeit.
    Das ist für mich die Urkraft, Gott, die Schöpfungsenergie oder wie man es immer ausdrücken möchte.

    Wir haben aber eben nach meiner persönlichen Überzeugung nur einen kleinen Funken von diesem großen allumspannenden Ideal in uns.

    Deswegen wird es in meiner Vorstsellungskraft wohl eine Illusion bleiben, jeden bedingungslos lieben zu können.

    Viel wichtiger ist der Schwerpunkt Säulen und Tragflächen in unseren Gesellschaften zu schaffen, äußere Bedingungen, das den Kräften der Liebe Raum gibt sich überall einzunisten.
    Denn auch die Liebe braucht ein Gerüst, ein Konstrukt in dem sie sich festigen kann. Wenn sie das nicht findet, wird sie immer gemäß ihrer Bestimmung und ihres einzigen Zieles mal hier, mal dort sein, in der Hoffnung sich festigen zu können.
    Je mehr Raum für sie geschaffen wird, durch ideale äußere Bedingungen für Mensch, Flora und Fauna, desto großräumiger kann sie sich niederlassen.

    Und dann wäre der Zeitpunkt richtig, die Frage zu stellen, ob man jeden bedingungslos lieben kann.
    Diese Frage zum jetzigen Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte überspringt meiner Meinung nach Entwicklungen, die noch nicht statt gefunden haben, um diese Frage beantworten zu können.
    Zuletzt geändert von Mysterious; 20.05.2012, 02:55. Grund: Probleme beim Senden

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  • rip.michael
    antwortet
    Apfelfee ... deshalb schrieb ich ja: ... ich wäre noch nie auf die idee gekommen, zu ihr 'ich liebe dich' zu sagen.
    Ich glaube, meine freundin wäre ziemlich irritiert, wenn ich es dennoch täte (.. umgekehrt genauso). Wir kennen uns zu gut und zu lange, als dieses ganz besondere bekenntnis einen besonderen raum beansprucht. Ich glaube, gleich ob bei einer männer- oder mädelsfreundschaft, da sind andere werte viel griffiger und lassen die freundschaft leben. Meine freundin und ich wohnen räumlich ziemlich weit auseinander ... es ist schon vorgekommen, dass wir uns monate nicht gesehen haben, wochen nicht gesprochen haben, auch nicht telefonisch. Die freundschaft hat's bis jetzt lange lange jahre ausgehalten. Eine liebesbeziehung würde denke ich, so langer sendepausen wegen eingehen. Das freundschaftliche ist einfach ein anderes band, das ein 'ich liebe dich' nicht beansprucht. Da würde ich ganz einfach trennen wollen zwischen partnerbeziehung und nur-freundschaft. So jedenfalls mein gefühl dazu ...

    Das mit der verschmelzung meint eher die vereinigung zweier seelen. Das kann bestandteil von körperlicher sexualität sein, kann aber auch ohne sie auskommen.
    Tiefe aufrichtige liebe zwischen partnern schliesst die sexualität ein, die körperliche vereinigung, liebesspiel ... wie man's auch nennen mag.
    Eine partnerbeziehung ganz ohne sex oder zeitweise ohne (sofern es nicht zwangsweise ist ..) hungert glaube ich mit der zeit aus, die körperliche nähe und das gegenseitige beschnuppern, die zärtlichkeit und den durft des andern einsaugen ... ich denke, es ist ein untrennbarer bestandteil einer tiefen engen paarbeziehung.

    Und was ist mit dem anderen, der nicht real an der seite ist, den man genauso tief und aufrichtig liebt??
    Das verlangen nach sexualität birgt meiner meinung nach ebenso viel erotik und herzwummern und schmetterlinge im bauch, wie eine echte liebesbeziehung mit allem drum und dran. Der wunsch nach eins sein und verschmelzung spielt sich auf anderer ebene ab und ist nicht weniger intensiv.
    Ob es eine spirituelle ebene ist ... ich weiss es nicht.
    Ist und bleibt eine heikle sache, die tiefe aufrichtige liebe zu einem im grunde fremden menschen zu beschreiben ... wenn das gespräch auf sexualität kommt. Ich meine, die unerfüllte sehnsucht, was kann sie schon für eine art sexualität bieten? (Rhetorische frage - antwort s. abs. vorher .. ) Ich fürchte, im gespräch mit anderen wird man da wohl recht schnell in ein terraine gedrängt werden, was den tiefen ernsten gefühlen in keiner weise gerecht werden würde.

    Es würde mich interessieren, was wissenschaftler dazu zu sagen haben. Hab noch nicht nachgeforscht.

    Die bedingungslose liebe und was mir mein inneres dazu erzählt ... es ist kompliziert und ich tu mich grad hart, die rechten gedanken dazu 'kommen' zu lassen.

    Der innere frieden, bei sich ankommen, jede entscheidung richtig oder falsch annehmen und sich neu austarieren. Jeden augenblick für sich als einen besonderen sehen und ihn leben. Leben, es spielt sich nun mal genau im augenblick drumherum erstarrt vergangenheit und bleibt zukunft im ungewissen. Warum diesen bewussten gelebten moment mit zweifeln seiner selbst verschwenden? Der innere sowie der äussere frieden passiert auch nur im augenblick der gegenwart.
    Alle entscheidungen sind solche die vom und im augenblick leben.
    Wie unsinnig ist es doch, zu sagen "... ach hätt' ich doch.. " oder ".. morgen bestimmt werde ich .." ... ich glaube, sowas löst keinen inneren frieden aus. Das zäunt ihn ein mit ungewissheiten und vielleicht falscher erwartungshaltung ... und doch tappt man immer wieder in diese falle und wundert sich. Ich glaube, der innere friede braucht ganz besonders liebevolle nahrung, die weitweit entfernt ist von jeder selbstgefälligkeit.

    Ich hoffe, ich hab einiges auseinanderdröseln können .. oder ein paar knoten mehr verursacht ..

    Die gedanken fangen an zu wandern und es ist manchmal soooo schwierig, ihren weg zu beschreiben.

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  • Apfelfee
    antwortet
    Danke RIP für deine Gedanken , ich bin mir nicht ganz sicher ob ich dich richtig verstanden habe
    du schreibst hier :
    Wir mögen und achten uns, und wissen, dass gegenseitig keine ansprüche bestehen, 'gepampert' zu werden - ja, wir mögen und vertrauen uns sehr - und dennoch wäre ich noch nie auf die idee gekommen, 'ich liebe dich' zu ihr zu sagen, obwohl das der fall ist.
    Hast du nicht das Bedürfniss es ihr zu sagen ? Oder weil die meisten Menschen einfach nun mal nicht ICH LIEBE DICH zu Menschen sagen mit denen sie keine körperliche Liebe austauschen ?


    kannst du mir hier noch mal genauer aufschreiben wie du das meinst?
    Tiefe liebe zu einem menschen, der lebenspartner werden soll/ist/sein könnte - ich finde, das verlangen nach sexualität ist ein bestandteil von tiefer, aufrichtiger liebe. Wobei ich sexualität als etwas betrachte, was quasi ein völliges verschmelzen mit dem anderen bedeutet, die totale hinwendung, eins sein zu wollen.
    Nun bin ich nicht so vergeistigt eingestellt, dass es nicht auch sexualität ganz ausserhalb einer tiefen liebe geben darf - das wäre wasser predigen und wein trinken.
    Den bogen zur der besonderen tiefen liebe neben der partnerschaftlichen und sexualität zu spannen, ist etwas heikel. Aber auch da finde ich es nicht verwerflich, den gedanken an das verschmelzen, an das eins sein auf körperlicher ebene zuzulassen. Es auf welcher ebene auch immer passieren zu lassen - die seelische verschmelzung bzw. die sehnsucht danach, geht dem, denke ich, immer voraus.
    Was du über die " verschmelzung " schreibst ist wunderschön , ich denke so ähnlich .Aber hab ich dich richtig verstanden das für dich jemand aufrichtig Lieben und körperliche Liebe man nicht trennen kann ? das es dazu gehört?

    Und was meinest du mit dem zitat
    Den bogen zur der besonderen tiefen liebe neben der partnerschaftlichen und sexualität zu spannen, ist etwas heikel.
    Was du zu der Bedingungslosen Liebe schreibst sehe ich so , das man zu aller erst mit sich selbst in " Frieden " ich weiß nicht ob Frieden da jetzt der richtige Ausdruck ist ,
    man könnte auch ganz bei sich und das man sich selbst volkommen liebt und akzeptiert , schreiben.
    für mich gehört zu einen " bedingungslosen Liebe " das man nicht denkt das man sein ganzen Lebensglück in einen anderen findet , das man bestätigung bei jemand anderen sucht , annerkennung und das man denkt das der Mensch mit dem man zusammen ist all meine Bedürfnisse erfüllen kann und ich seine erfüllen muss .

    es ist ein so weitgreifendes Thema und ich glaube meine Gedanken bring ich hier nicht so gut rüber .
    Um es kurz zu machen , wenn wir den anderen und damit ist egal ob intime beziehung oder nicht , annehmen / akzeptieren so wie er ist und das aber auch bei uns selbst auch fühlen dann ist das schon eine ganz spirituelle Form der Beziehung.

    Aber wie gesagt mir liegt es nicht so gut mich in worten auszudrücken
    Danke RIP für deine Gedanken , seine Sichtweisen
    Zuletzt geändert von Apfelfee; 19.05.2012, 20:58.

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  • rip.michael
    antwortet
    Liebe Apfelfee,

    ich hoffe, es ist dir nicht total zuwider, wenn ich deinen post aus dem '4 jahre' thread hierher zitiere.
    Wenn doch, dann signalisiere mir das und ich werde das folgende hier wieder löschen:

    Zitat von Apfelfee Beitrag anzeigen
    Wir sind hier sehr schnell auf das Thema Liebe gekommmen und dann zu der parnerschaftliche Liebe also wo das körperliche dazu gehört .

    Verbindet Ihr Liebe zu einem anderen mit sexualität?
    glaubt ihr das es auch eine Liebe gibt zu Menschen / unter Menschen und damit meine ich jetzt nicht nur Familie/ Ehe ! Sondern wo man zueinader sagt " ich liebe dich " und es hat rein gar nichts mit sexualität zu tun? Und man spürt aber trotzdem eine tiefe Liebe zu dem Menschen ?

    Und ihr schreibt von Liebe und Bedingungen die erfüllt werden müssen ( weil sonst eine Trennung passiert)und das man den " Partner " nicht gern teilen will , und auch erwartungen die nicht erfüllt werden und es dann zu großen Enttäuschungen kommt , aber kann es nicht auch sein das es auch eine andere Form gibt sich zu lieben ?

    Also seine eigenen Erwartungen so klein wie möglich zu halten an den anderen , das man nicht davon ausgeht das der andere für all meine Bedürfnisse zuständig ist und sie auch erfüllen kann? Das ich den anderen nicht als mein " Eigentum" ansehe( und das passiert sehr oft in der Partnerschaft das man unbewusst denkt " er gehört mir ") sondern ihn vollkommen frei lasse , in allen was ihn ausmacht . wählt und entscheidet( damit meine ich nicht das man sich dem anderen anpasst / aufgibt) ,das ich den anderen vollkommen liebe so wie er ist , das man nicht versucht den anderen zu änderen damit man selbst glücklich ist , sondern das man versucht sich selbst, seine Einstellung änderen um zu erfahren das man all das was man meint in den anderen zu finden längst in sich trägt? Das man nicht andere dafr verantwortlich macht das man glücklich ist , erfüllt ist .. was ich damit sagen möchte oder fragen möchte , glaubt ihr an eine bedingungslose Liebe? Das wir Menschen dazu fähig sind ?

    Ist es villeicht auch diese ARt von Liebe( dazu muss man sagen ich glaube für mich hat Liebe ganz viele Formen z.b : zu wem / in ihrer Weise wie man sie zum ausdruck bringt / in ihren unendlichen unterschiedlichen Gefühlen )
    das man sie so auch zu seinen Mitmenschen / Nächsten fühlen könnte , also den anderen annehmen und achten wie er ist ...wäre das nicht auch eine Heilung für diese Welt ?


    Bitte entschuldigt falls ich mich etwas " verknotet " ausdrücke
    Liebe - natürlich hat sie auch in mancherlei beziehung was mit dem thema '... nur noch 4 Jahre' zu tun. Die botschaft Michaels ist trotz ihrer mahnenden form eine sehr liebevoll-kümmernde.


    Ich persönlich kann mir schon theoretisch vorstellen, zu einem völlig fremden menschen 'ich liebe dich' zu sagen oder zumindest 'ich mag dich' - oder besser gesagt, zu einem menschen, den ich vielleicht erst kurz kenne. Denn per se hat man doch gott sei dank meist keinen grund, einer begegnung im anfangsstadium neutral-abwartend oder gar zurücknehmend entgegen zu kommen. Eine begegnung, wo kein funken misstrauen aufglüht, wo die sympathie und das vertrauen des ersten augenblicks rüberkommt, warum also ein persönliches zurücknehmen? ... erst mal auf tuchfühlung gehen, beschnuppern, ob man den anderen 'riechen' kann ... *

    Die praxis sieht jedoch meist anders aus, selbst wenn man meint, dass die chemie stimmt ist's noch ein weiter weg, bekennen zu können/zu wollen 'ich mag dich/ich liebe dich'. Besonders letzteres ist eben doch ein so tiefgründiges bekenntnis, dass am ende ausser familie nur wenige menschen in den genuss kommen, dieses bekenntnis zu empfangen. Ich würde einschätzen, es liegt nicht in unserer natur, ist uns nicht so anerzogen worden, wächst aus unserem erfahrungsschatz im umgang mit unterschiedlichsten menschen, dass man tiefgründige bekenntnisse nur sehr bewusst und gezielt speziellen beziehungen zukommen lässt.
    Für meine engste freundin würde ich meine letztes hemd und alle meine kräfte geben, wir wissen, dass wir miteinander tacheles reden können, viel deutlicher, als das jemand aus der familie könnte. Wir mögen und achten uns, und wissen, dass gegenseitig keine ansprüche bestehen, 'gepampert' zu werden - ja, wir mögen und vertrauen uns sehr - und dennoch wäre ich noch nie auf die idee gekommen, 'ich liebe dich' zu ihr zu sagen, obwohl das der fall ist.

    Tiefe liebe für einen fremden menschen zu empfinden, der auf seine eigene weise nähe und gemeinsam betretbaren boden geschaffen hat - und das auch so angenommen wurde - das ist ein kapitel, das - was mich betrifft - tatsächlich am 25.06.09 neu aufgeschlagen wurde.
    Jemand schrieb mal vor langer zeit in diesem forum: diese liebesgeschichte ist noch lange nicht zu ende ...
    Ich würd mal behaupten wollen: sie wird nie enden, sie wird nie in die bedeutungslosigkeit fallen, sie wird nie in lieblosigkeit verfallen oder in gleichgültigkeit. Sie ist geprägt von tiefer liebe, vertrauen und vor allem dankbarkeit, dieses neue uralte gefühl wieder spüren zu dürfen. Dankbarkeit täglich neu auf eine reise mitgenommen zu werden, die unterwegs so viel bietet ... mehr als jedes füllhorn ausschütten könnte. Es sind nicht nur die angenehmen aspekte, auch die, die einem in tiefe zerwürfnisse bringen, die immer wieder nach einem inneres austarieren verlangen.
    'Schlauköpfe' werden sagen: was ist das für eine liebe, die nun keine gegenseitigen ansprüche und anforderungen kennt, nichts kennt, an dem man sich reiben könnte ... wo es von der einen seite nicht mal mehr körperlichkeit gibt, sondern 'nur' noch die künstlerische präsenz und alles, was sich daraus ableitet und eng mit der person verknüpft ist.

    O diese liebe stellt sehr wohl anforderungen, nämlich eine der schwierigsten überhaupt, die tiefe liebe und das glück mit dem realen partner zu haben und daneben eine ebenso tiefe liebe zu einem fremden, toten menschen zu empfinden und das so zu händeln, das keine von beiden zu kurz kommt.
    Love needs expression ... von mir ausgehend, hat es sich mittlerweile eingependelt, dass es möglich ist, beiden lieben ausdruck zu verleihen, so dass sie nicht in gegenseitige konkurrenz geraten, sich erdrücken. Beides sind herz- und seelenlieben, der verstand gepaart mit der vernunft spielt manchmal die rolle von engelchen und teufelchen, die liebe lacht gütig und leise in sich hinein und zieht sich das schauspiel rein ... XDD

    Tiefe liebe zu einem menschen, der lebenspartner werden soll/ist/sein könnte - ich finde, das verlangen nach sexualität ist ein bestandteil von tiefer, aufrichtiger liebe. Wobei ich sexualität als etwas betrachte, was quasi ein völliges verschmelzen mit dem anderen bedeutet, die totale hinwendung, eins sein zu wollen.
    Nun bin ich nicht so vergeistigt eingestellt, dass es nicht auch sexualität ganz ausserhalb einer tiefen liebe geben darf - das wäre wasser predigen und wein trinken.
    Den bogen zur der besonderen tiefen liebe neben der partnerschaftlichen und sexualität zu spannen, ist etwas heikel. Aber auch da finde ich es nicht verwerflich, den gedanken an das verschmelzen, an das eins sein auf körperlicher ebene zuzulassen. Es auf welcher ebene auch immer passieren zu lassen - die seelische verschmelzung bzw. die sehnsucht danach, geht dem, denke ich, immer voraus.

    Das schwierigste kapitel: die bedingungslose liebe ... den anderen annehmen, wie er eben ist, mit allem, was ihn ausmacht, im positiven wie im negativen. Hass, neid, gier und eifersucht ausklammern - zugunsten der liebe ... ich weiss nicht, ob dann die bedingungslose liebe funktioniert, wo wie man sich das vorstellt ...

    Ich glaube schon, dass der mensch zur bedingungslosen liebe fähig ist ... ich glaube, am meisten steht dem im weg, dass es schwierig ist, sich selbst anzunehmen in allen facetten. Ich glaube, wir verwenden viel zu viel zeit dafür, uns selbst immer wieder einen neuen anstich zu verpassen, ein bild von uns zu entwerfen, was dem inneren selbst gar nicht mehr wirklich entspricht. 'Der mann/frau im spiegel' fremdelt manchmal ...



    Ich bin überzeugt, die bedingungslose liebe würde völlig neue dimensionen des zusammenlebens erbringen.
    Vielleicht müssen wirklich erst alle kriege, aller hass und alle scheusslichkeiten ausgelebt werden bis zur erschöpfung bevor die belohnende erkenntnis überhaupt platz finden wird, dass liebe und achtung, vertrauen und verzeihen das grösste sind.

    Zum schluss:
    Ich fürchte, meine gedanken sind nicht weniger verknotet als die deinen Apfelfee ... von daher
    Ist echt schwierig, die ureigenen gedanken dazu zu passend formulieren.

    *
    Wesentlich unbefangener und i-wie selbstveständlicher (im wahrsten sinne des wortes) und leichter von den lippen flösse ein 'ich liebe dich/ich mag dich' gegenüber einem kind. Ich kenne keines, das etwa gross ins grübeln käme und/oder nach einer passenden erwiderung suchte. Es wird angenommen und als antwort reicht für beide ein lächeln ...

    Das wandelt sich zumindest ins fragend-unsichere, wenn die wachsamen väterlichen oder mütterlichen augen und ohren einem erst mal zu taxieren versuchen. Wenn schon kein 'spruch' kommt, so doch ein 'blick' ... und ein misstrauisches augenbrauen lupfn ...
    Die reaktion kann ich nicht wirklich verdenken, ich habe als elternteil eines kindes genauso reagiert.
    Schuld ist, dass entsprechendes klientel vielleicht mehr aus einer kurzen begegnung mit einem kind erwartet als ein lächeln ...
    Fatal ist, dass dieses schema des einbindens und vertrauen erwecken bei kindern und eltern/betreuungspersonen gleichermassen funktioniert und dass die wahrhaftige liebe zum kind grausam ad absurdum geführt wird.
    Doch das ist ein anderes trauriges thema, was ich hier nicht weiter vertiefen möchte.
    Zuletzt geändert von rip.michael; 19.05.2012, 07:57. Grund: Ergänzung

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